22.11. – 1.12. – Die Zeit der Esche

Im Naturzeitkalender der Kelten wird das Jahr in 40 Perioden eingeteilt, die den Lebens- und Wachstumszyklen der Bäume entsprechen. Dabei wird jede Periode einer bestimmten Baumart zugeordnet. Den unterschiedlichen Bäumen sprechen die Kelten bestimmte Eigenschaften zu, die sich auch auf die in diesem Zeitraum geborenen Menschen übertragen lassen.

Die Zeitspanne vom 22.11.-1.12. (wie auch die vom 25.05.-3.06.) ist im Keltischen Baumkalender (auch Baumkreis oder Baumhoroskop genannt) die Periode der Esche. Die Eschenart Fraxinus excelsior, was in der direkten Übersetzung „herausragend“, „in die Höhe strebend“ bedeutet, ist bei uns die am meisten verbreitete.

Mit ihren 35 bis 45 Metern Höhe gehört sie, dem Namen entsprechend, tatsächlich zu den größten Laubbäumen. Sie wächst ungern in waldartiger Vereinigung sondern lieber als Randbaum, an Flußufern, neben Erlen und Stieleichen oder ganz allein. Früher wurden ihre Äste oft von Bauern abgeschnitten und ans Vieh verfüttert. Eschenlaub soll Ziegen gesund halten. In der Naturheilkunde werden Eschenblätter und –Samen gegen Rheuma und Gicht verwendet.

Ende November ist die Esche einer der ersten Bäume, die kein Laub mehr tragen. Im Frühling wartet die Esche, frostempfindlich wie sie ist, mit dem Aufblühen, bis kein Frostfall mehr zu erwarten ist. Erst nach den Eisheiligen, Ende Mai, Anfang Juni entfaltet sie ihre Fiederblätter.

Die Menschen, die im Zeitraum der Esche geboren sind, können ehrgeizig und stur wirken. Dabei sind sie lediglich dabei, mit eiserner Disziplin und Durchhaltevermögen ihre Lebenssituation zu verbessern. Das kann bei Menschen, die einfach ziellos drauflosleben, Neid hervorrufen. Das glorreiche Ziel der Eschen ist Identität, Freiheit und Unabhängigkeit. Hat die Esche es durch harte Arbeit zum Erfolg geschafft, so ist das für sie noch nicht das endgültige Ziel. Ihr nächster Schritt ist es, möglichst vielen Mitmenschen zu mehr Freiheit und Unabhängigkeit zu verhelfen.

Prominente Beispiele für die Esche wären Charles de Gaulle, Winston Churchill und John F. Kennedy.

Weiterführende Literatur:

Vescoli, Michael. Der keltische Baumkalender: über den Menschen, die Zeit und die Bäume. Hugendubel, 2003.

Weiterführende Seminare:

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