24.10. – 11.11. – Die Zeit des Nussbaums

Im Naturzeitkalender der Kelten wird das Jahr in 40 Perioden eingeteilt, die den Lebens- und Wachstumszyklen der Bäume entsprechen. Dabei wird jede Periode einer bestimmten Baumart zugeordnet. Den unterschiedlichen Bäumen sprechen die Kelten bestimmte Eigenschaften zu, die sich auch auf die in diesem Zeitraum geborenen Menschen übertragen lassen.

Die Zeitspanne vom 24.10.-11.11. (wie auch die vom 21.-30.04.) ist im Keltischen Baumkalender (auch Baumkreis oder Baumhoroskop genannt) die Periode des Nussbaums. Der europäische Nussbaum stammte ursprünglich aus der Region zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. Von da aus gelangte er über Griechenland nach Italien und Frankreich, dann weiter in unsere Breiten sogar bis nach England und Irland.

Der Stamm des Nussbaums ist relativ kurz. Bei zwei bis drei Metern Höhe teilt er sich meist bereits in mehrere große Äste. Mit Blättern ist ein Nussbaum ein ausgeprägter Schattenbaum, wobei seine Krone ohne Blätter dünn scheint.

Der Nussbaum braucht viel Sonne und reagiert empfindlich auf Kälte. Wenn er Ende April vom Frost betroffen wird, kann die Nussernte ausbleiben. So erklärt sich das auch, dass dem Baum gerade in der Zeit vom 21.-30.04. viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Herbst ist die Periode des Nussbaums ganze 19 Tage lang. Die Nüsse, die der Baum uns schenkt, sind mit ihrem hohen Fett- und Eiweißgehalt die ideale Nahrung vor dem Wintereinbruch und somit besonders geschätzt. Weiterhin wird uns in der Periode des Nussbaums die Vergänglichkeit des Seins vor Augen geführt – eben noch erfreute sich der Baum des Farbenpracht des Herbstes und schon kam des erste Novembersturm und riss sie gnadenlos hinunter.

So ist zumeist auch das Leben der in der Periode des Nussbaums geborenen. Es ist von intensiv durchlebten Höhen und Tiefen geprägt, von großer Leidenschaft und Lebenslust aber auch viel Leid, das dafür in Kauf zu nehmen ist. Wenn sie etwas tun, dann tun sie es ganz. Und hinter diesem Tun ist eine Beharrlichkeit, die einfach nicht anders kann als da zu sein. Martin Luther fasste dieses Gefühl für alle Nussbäume wie folgt in Worte: „Da stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir, Amen!“ Weitere prominente Nussbäume sind Pablo Picasso, Dostojewski oder die Königin Elisabeth von England.

Weiterführende Literatur:

Vescoli, Michael. Der keltische Baumkalender: über den Menschen, die Zeit und die Bäume. Hugendubel, 2003.

Weiterführende Seminare:

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