Meditation – Zitat des Tages

 Inspirierende Geschichte: Die Geschichte der Meeresschnecke. Neid ist das Wesen von Maya. Dieser Wesenszug findet sich überall. Es gibt eine schöne Geschichte, die veranschaulicht, dass ein neidischer Mensch am Ende verliert und, dass man selbst eine Gunst aufgrund von Neid verlieren kann, wenn man sie mißbraucht. Ein Mann erhielt einst durch die Verehrung einer gewissen Gottheit eine Meeresschnecke. Wann immer er sie blies, erfüllte sie seine Wünsche, gleichzeitig aber erhielt sein Nachbar das Doppelte des Wunsches. Der Mann blies in die Meeresschnecke und wünschte sich eine Villa. Er erhielt sofort eine wunderschöne Villa, sein Nachbar aber erhielt zwei Villen. Wieder blies er in seine Meeresschnecke und wünschte sich einen Elefanten. Er bekam ihn, sein Nachbar jedoch erheilt zwei Elefanten. Der Besitzer der Meeresschnecke wurde neidisch auf seinen Nachbarn.

Er gönnte ihm nicht, dass er durch ihn zu Reichtum kam. So blies er wieder die Meeresschnecke und wünschte sich, er möge ein Auge verlieren. Der Nachbar und seine Familie verloren beide Augen. Wie sie aus dem Haus traten, fielen sie, da sie blind waren, in einen Brunnen und ertranken. Sie verloren ihr Leben durch den Neid des Mannes. Als die Gottheit von diesen Ereignissen erfuhr, entriss sie dem neidischen Mann die Meeresschnecke und tadelte ihn strengstens. Die Geschichte lehrt uns, dass wir uns des Neides entledigen sollten, sie ist eine der Shadripus (die sechs Feinde), die in unseren Shastras (heilige Schriften) erwähnt werden. Man sollte sich das Wohlergehen aller wünschen. Neid ist ein schreckliches Geschwür, das einen vollständig ins Verderben bringt. Es zerstört Friede, Heiligkeit und Verdienst. Er täuscht einen und lässt einen erblinden.

Swami Sivananda

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