Grußwort von Landrat Friedel Heuwinkel zum Kongress „Älter werden mit Yoga“

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie recht herzlich zu dem heutigen Kongress „Gesundheit und Weisheit – älter werden mit Yoga“ und bedaure zugleich, nicht persönlich anwesend sein zu können. Nichts desto trotz möchte ich Ihnen einige persönliche Worte und Gedanken meinerseits nicht vorenthalten und bedanke mich auf diesem Wege bei Herrn Bretz ganz herzlich dafür, dass er Ihnen diese in meinem Namen übermittelt.

Ich begrüße es sehr, dass am heutigen Tag viele interessante Vorträge und Workshops bezüglich der Bedeutung des Yoga innerhalb der Gesellschaft – vor allem in Bezug auf den demografischen Wandel unserer Zeit – vorgetragen bzw. veranstaltet werden.

Eine besondere Lebensweisheit besagt:

„Wenn man sein seelisches Wohlbefinden von jemand anders abhängig macht, dann ist das so, als würde man unaufhörlich Achterbahn fahren.“

Dies ist die eine Seite der individuellen Persönlichkeit und des damit in Verbindung stehenden Wohlbefindens eines Menschen. „In-sich-beruhen“, Gelassenheit und Ausgeglichenheit, all dies ist zunächst unabhängig vom Alter.

Die andere Seite dessen bezieht sich auf den folgenden Aspekt:

Tatsächlich wird sich das Verhältnis von Alt und Jung zukünftig verändern – was bedeutet das für die Bevölkerung?

Lassen Sie mich einige Fakten bezüglich des Demografischen Wandels und dessen Verhältnis von Alt und Jung ab heute bis zum Jahre 2025 nennen:
Der Wandel ist dramatisch, 2025 wird es nach der Bevölkerungsvorausberechnung des NRW-Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik einen Anstieg von etwa 70 Prozent in der Gruppe der Hochaltrigen, das heißt der 80- Jährigen und Älteren, geben.

Gegenwärtig leben in Ostwestfalen-Lippe 94.476 Menschen in einem Alter von über 80 Jahren. Die Prognose für 2025 geht von ca. 161.000 hochaltrigen Menschen aus.

Diese Entwicklung hat Folgen für die Gesundheitsversorgung und daher ist es für jeden Einzelnen wichtig, möglichst auf die Gesundheit und das sowohl körperliche als auch seelische Wohlbefinden zu achten. Denn ein langes Leben bedeutet nicht unbedingt ein höheres Maß an Lebensqualität.
Zur Sicherstellung der Versorgung in ländlichen Gebieten besteht ein hoher Bedarf an sinnvollen Vernetzungen und Kooperationen zwischen Kliniken, niedergelassenen Ärzten und Pflegediensten. Erfolgreiche Kooperationsmodelle helfen, den sich abzeichnenden Versorgungsengpässen auf dem Land entgegenzuwirken. Dies sind Lösungsansätze, die eine Gesundheitsregion wie die unsere zu ergreifen hat. Jedoch muss auch der einzelne wesentlich  zu seinem Wohlergehen beitragen.

Dieses Thema betrifft uns als eigenständige Menschen alle. Denn älter werden wir alle.

Yoga bietet sicherlich eine wunderbare Möglichkeit für die Einzelperson, in sich zu gehen, sich auf sich selbst zu konzentrieren und sich somit ein Stück weit näher kennenzulernen. Es ist bekannt, dass unsere Kultur von der fernöstlichen Philosophie und der daraus resultierenden Lebensweise noch einiges lernen kann.

Ich bin davon überzeugt, dass der heutige Kongress viel dazu beitragen wird, dass viele von Ihnen sich – sofern Sie sich bislang noch nicht allzu sehr mit Yoga beschäftigt haben – in Zukunft noch intensiver dafür interessieren und begeistern werden.

Zuletzt möchte ich Herrn Elmar Brok dafür danken, dass er die Schirmherrschaft für diesen Kongress übernommen hat. Ich wünsche Ihnen allen viel Vergnügen und neue erlebnisreiche Erkenntnisse über Yoga und seine positiven Auswirkungen auf die Gesundheit!

Vielen Dank.

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