Interview mit Luca Sumitra zum Yoga Summer Camp

Am 11. August 2019 startet zum dritten Mal das achttägige Yoga Summer Camp bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Alle neugierigen Teilnehmer*innen erwartet ein offenes, dynamisches Programm, das viel Mitwirken und Mitgestalten ermöglicht. Das Yoga Summer Camp bietet jede Menge Raum für Spontanität, Kreativität, Yoga, Bewegung, Spiel, Spaß, Ausprobieren und Gemeinschaft.

Durch die vielfältigen Angebote können die Teilnehmer*innen vor allem sich selbst, aber auch sich gegenseitig besser kennenlernen und bewusster mit Selbstverantwortung umgehen.

Starkes Wir-Gefühl

Luca Sumitra, der zu dem dreiköpfigen Orga-Team mit Wiebke Pflugner und Michael Kreiker gehört, berichtet im Interview über die Vorbereitungen und einige Programm-Highlights in diesem Interview.

Pädagogisch unterstützt Wiebke Pflugner das Yoga Summer Camp und ist u.a. für die Kommunikation mit den Workshopleiter*innen und Teamer*innen zuständig. Michael Kreiker konzentriert sich vor allem auf die Stärkung des Wir-Gefühls der gesamten Gruppe.

 

Zusammen gestalten sie eine Basis, auf dem das Yoga Summer Camp entsteht. Sie sehen sich in erster Linie als Begleiter*innen, die da unterstützen, wo etwas gebraucht wird. Gemeinsam wollen sie den Workshopleiter*innen, Teamer *innen und Teilnehmer*innen größstmögliche Freiheit geben, um das Camp zu gestalten.

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Interview mit Luca SumitraWas erwartet die Teilnehmer?

Luca Sumitra: Die Teilnehmer*innen erwartet eine Woche voll gepackt mit verschiedensten verrückten Angeboten, die du wahrnehmen kannst, aber nicht musst. Wir arbeiten gezielt mit einem Tool, der Circle Arbeit, Herzensrunde, mit Bedürfnisrunden, in der man gezielt äußern kann, welche Bedürfnisse man gerade hat. Das Ganze wird ungefähr so aussehen: die Workshopleiter stellen vor, was sie heute mitgebracht haben und bieten bestimmte Optionen an.

Es wird Workshops geben, die jeden Tag sind, z.B. die Kunstwerkstatt mit Diana Schalthöfer. Dann wird es ein paar Workshops nur an bestimmten Tagen z.B. den Kochworkshop mit Sascha Schalthöfer von Think Vegan geben. Capoiera oder Bogenschießen werden nur an bestimmten Tagen angeboten. Das jeweilige Programm wird dann vorgestellt und du kannst dir als Teilnehmer*in aussuchen, zu welchem Workshop du gehen möchtest.

Vorläufige Programmpunkte:

  • Yoga und Meditation mit Jürgen und vielen anderen
  • Capoeira mit Madlen und Jana
  • Veganes Essen kochen mit Sascha von think vegan
  • Bogenschießen mit Klemens von Bogenzeit
  • Origami mit Jan
  • Malzauberei mit Diana
  • Skateboard fahren mit Luca
  • Acrobatic und Acroyoga mit Max und Ahimsa
  • Feuerflow und Poi Basteln mit Janni
  • Henna Tattoos und Face Painting mit Wiebke und Kendra
  • Makramee Schmuck fertigen mit Kendra
  • Naturspiritualität und Didgeridoo mit Micha
  • Fantasie- und Klangreisen und noch vieles vieles wird es geben!

Dynamischer Tagesablauf

Der Tagesablauf sieht so aus, dass es einen Satsangdienst für die Teilnehmer*innen, Workshopleiter*innen, Teamer*innen und Orga-Teammitglieder früh um 7 Uhr geben wird. Um 8 Uhr frühstücken wir gemeinsam und nach einer kurzen Pause gehen wir gemeinsam in die Yogastunde.

Nach dem anschließenden Mittagessen und -pause kommen wir dann wieder zusammen und du kannst dir eines der verschiedenen Workshop-Angebote aussuchen.

Drei Punkte Konzept für bewusste Eigenverantwortung

Wenn du aber merkst, dass du ein ganz anderes Bedürfnis hast und keiner der vorgestellten Workshops dich anspricht, dann ist es ganz bei dir, herauszufinden, was du willst und umsetzen möchtest.

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Wir arbeiten ganz bewusst mit diesem 3-Punkte-Konzept. Es gibt deine eigenen Bedürfnisse, dann die Bedürfnisse der Gruppe und dann nochmal den Rahmen, in dem diese Bedürfnisse verwirklicht werden können.

Das bedeutet, dass du zuerst schaust, was dein Bedürfnis und das Bedürfnis der Gruppe ist und wie die Rahmenbedingungen sind. Da probieren wir bewusst in die Selbstfindung rein zu gehen und zu schauen, wie gestalte ich mir mein Sein mit bewusster Eigenverantwortung.

Gleichzeitig bieten wir aber trotzdem eine große Auswahl an Möglichkeiten. Wir haben viele verrückte Workshops und tolle Menschen, die uns helfen dieses Yoga Summer Camp auf die Beine zu stellen und mit allen zusammen zu gestalten und zu tragen.

Gemeinsames Gestalten

Die Kernidee, dass dieses Yoga Summer Camp nicht nur von einzelnen Personen konsumiert wird, sondern, dass alle von der/dem jüngsten bis zum/zur ältestesten Teilnehmer*in, Workshopleiter*in, Teamer*in dieses Camp tragen, bilden und formen.

So dass jede*r sich ganz bewusst entscheidet eine Rolle einzunehmen. Früher oder später passiert das sowieso bewusst oder unbewusst. Wir bieten ein voll gepacktes Programm, das wir anbieten können, nicht müssen. Es gibt ein paar Fixpunkte, wie z.B. die Yogastunden am Morgen oder zwei oder drei Aktionen am Abend.

Das Prinzip lautet: Alles kann, nichts muss. Aber es ist schon die Idee, wenn da jetzt z.B. morgens eine Yogastunde auf dem Programm steht auch der Großteil der Gruppe zur Yogastunde geht. Außer man hat einen guten Grund zu sagen, dass es jetzt irgendwie gar nicht passt.

Wir lassen viel Platz für kreativen, chaotischen,  aber hoffentlich bewussten Freiraum.

 

Wir haben viele, tolle verrückte Menschen schon mit verschiedensten Lebenskonzepten, die kommen werden und mitgestalten werden im Bereich Teamer*innen und Workshopleiter*innen und wir ergänzen uns sehr gut.

Gibt es Menschen, für die das Camp besonders gut oder nicht geeignet ist? Was sollte man im Voraus wissen?

Luca Sumitra: Es gibt eine offizielle Altersgruppierung von 13 bis 20 Jahren, aber wir machen teilweise Ausnahmen und schrauben runter bis auf 10 Jahre. Das sind z.B. Fälle, wenn der große Bruder oder die große Schwester mitkommt.

Sind die Mutter, der Vater oder der Erziehungsberechtigte der Meinung, dass ihr Kind in der Lage ist teilzunehmen, ermöglichen wir auch 10-jährigen am Yoga Summer Camp dabei zu sein. Weiter runter gehen wir nicht und weiter hoch als 20 Jahre auch nicht.

Große Altersspanne

Als ich das erste Mal im letzten Jahr beim Yoga Summer Camp mitgewirkt habe, habe ich mich gefragt, wie das mit so einer großen Gruppe gehen soll mit so einer großen Altersspanne. Aber es hat zu meiner eigenen Überraschung super funktioniert!

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Deswegen werden wir dieses Vorgehen auch beibehalten. So baut sich auch viel schneller eine Art Familien-Struktur auf und die Teilnehmer*innen fangen auch an Verantwortung zu übernehmen. Auf diese Weise bekommt das Ganze eine schöne Dynamik und wird lebendig. Du brauchst keine Vorkenntnisse mitbringen.

Jede*r ist willkommen. Es gibt ein paar Vorteile, wenn man ein offenes Herz hat und eine gewisse Grundneugierde für das Leben an sich mitbringt. Aber ich glaube, dass das bei den 13- bis 20-Jährigen sowieso vorhanden ist.

 

Ansonsten gibt es überhaupt keine Voraussetzungen. Man kann der Oberyogi sein, mit diesen Themen gar nichts anfangen oder auch erstmal abgeschreckt sein. Ich wage jetzt das Risiko und behaupte, dass für alle irgendetwas dabei ist.

Viel Selbstverantwortung

Unser Dreiergespann legt den Fokus auf Organisation und nicht auf die Leitung, die jede*r selbst übernimmt. Es geht darum für sich selbst zu sehen, was die eigenen Möglichkeiten in diesem Rahmen sind. Was sind meine Bedürfnisse, die Bedürfnisse meiner Gruppe, der Rahmen und was ist darin zu verwirklichen. Im Grunde ist es eine sehr simple Form des Materialisierens, sich seine eigene Freude zu schaffen. Das wollen wir fördern.

Yogisches Prinzip

Wir wollen dem Ganzen einen Rahmen geben, um einen Freiraum entstehen zu lassen ohne das es irgendwie anstrengend oder belastend für alle Beteiligten wird. Das ermöglicht vor allem der gezielte Umgang mit dem sehr freien Konzept der Selbstverantwortung, wie viele es aus Yogastunden kennen.

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Es gibt zwar ein Angebot, aber es ist eher nur ein Einladung, das zu verfolgen. Wenn ich merke, es passt mir nicht, gucke ich, was ist meine Praxis, was ist mein Bedürfnis. Mit dieser aus dem Yoga adoptierten Idee ein komplettes Camp für Jugendliche zu gestalten schaffen wir einen guten Rahmen, der vieles erleichtert. Das ist vergleichbar mit der Idee, dass, wenn man z.B. seine Ruhe möchte in den Schweigesaal geht. Mit diesem Rahmen ist das einfacher zu praktizieren.

Was jetzt noch fehlt ist das Zelt und so ein paar Kleinigkeiten und so Feinheiten und dann kann es praktisch losgehen und wir sind total gespannt, was da auf uns zukommt.

Gemeinschaftszelt mit Chill-out Area

Es wird ein großes Gemeinschaftzelt mit Holzboden in das bis zu 300 Leute passen. Also genügend Platz für jede*n, um sich frei zu bewegen. Darin bieten eine kleine Bar und Chill-out Area an und dort finden die Workshops statt. Darum wird eine Camping Area entstehen, in der die Teilnehmer*innen ihre Übernachtungszelte aufbauen.

Das Yoga Summer Camp hat auf jeden Fall das Potential eine wundervolle Mischung aus purer Lebenslust, freudvollen Wahnsinn und ganz bewussten Sein zu werden.

 

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