3 Fragen an Sevaka Lutz

Wir sind Yoga Vidya! Unsere neue Portrait-Serie gibt Einblicke in den vielfältigen Alltag von Sevakas hinter den Kulissen von Yoga Vidya Bad Meinberg.

Durch ihr uneigennütziges Dienen tragen und gestalten Sevakas den spirituellen Alltag in den Yoga Vidya Ashrams. Dieses Mal erzählt Lutz, was sein Seva für ihn bedeutet.

Lutz, Energiebündel, Haustierflotte (Harmonie und Energiebalance Beauftragter im Ashram)

Wie sieht dein Seva-Alltag aus?

Mein Name ist Lutz und ich bin ein Sevakahund. Ihr werdet es vielleicht kaum glauben, aber alles weitere basiert auf wahren Begebenheiten und ist so oder so ähnlich tatsächlich passiert.

Als erstes geht’s morgens erst mal raus, Trolle auf Trab halten, Revier sichern, Silvaticum (der große Park hinterm ‚Haus‘ den Yoga Vidya gerade gekauft hat) unsicher machen. Dann Fütterung und Streicheleinheiten von meiner Hauptsevakabetreuerin Anika, die den Ashram im Küchenteam verwöhnt.

Dann geht’s bunt weiter. Ich habe ein breit gefächertes Netzwerk von Gassigehern und Arbeitskollegen. Entscheidend ist hierbei mein besonderes Markenzeichen: Lutzlauscherohren (wahrscheinlich habe ich die von meinem Großcousin 5. Grades aus Amerika, der mit George Lucas verwandt ist und Yoda heißt, geerbt).

Damit bin ich immer auf dem neusten Stand, was im Ashram so alles passiert. E-Mail und Jira waren gestern, mit meinen Lauschern kann ich akustische Signale aus ganzen Stockwerken observieren und bei Bedarf mit Geheimcodes in Form von Hundegejaule beantworten.

Oft werden solche Botschaften im morphogenetischen Feld dann auch empfangen und mein mir zugewiesener Sevaka materialisiert sich und erfüllt die hoch ehrenvolle Aufgabe mich zu füttern und ich führe ihn dann anschließend wohlbehütet Gassi durch die gefährliche Wildnis des Silvaticums, wo es nur so von Feinstoffwesen, Feen und manchmal auch Einhörnern wimmelt.

Wobei die meisten Muggels diese leider nicht sehen können. So werde ich oft wieder zurückgepfiffen, wenn ich gerade einen Troll verjage. Aber so ist das nun mal.

Beim Social Media Team Meeting wurde ich auch schon mal ganz schön überrumpelt. Meist wird da ja erst mal Harmonium gespielt und alle sitzen ganz versunken da – da ergreife ich dann die Chance und reinige Sevakaohren.

Wie ich das mache? Nun hochklettern und schlecken. Wobei das die meisten komischerweise nicht wollen – so eine tolle Serviceleistung! Naja, zumindest haben sie mich dann kurzerhand einstimmig zum Interimsteamleiter gewählt. Da war ich echt etwas überrumpelt, aber ich habe die ehrenvolle, verantwortungsvolle Aufgabe natürlich gerne angenommen.

Zum Glück kam dann aber bald Manisha, die das Team jetzt leitet, so kann ich mich wieder meinen anderen hundischen Pflichten widmen.

Meine Hauptaufgabe ist es im Ashram für gute Stimmung zu sorgen und die Frequenz hoch zu halten. Das mache ich,  indem ich viele Sevakas spazieren führe, mich von Ihnen zur Erheiterung kraulen lasse oder mit Leckerlis verwöhnen lasse.

 

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Was ist an deinem Leben bei Yoga Vidya anders als vorher?

Alles ist größer, bunter, spiritueller, mehr Menschen, mehr Hunde, mehr los. Für all die verantwortungsvollen Aufgaben in vielen Teams fallen dann auch öfters Leckerlis ab. Im Prinzip eine Hundepuja. Ich vermute sowieso, dass es die Aufgabe der Murtis ist, diese göttlichen Gaben aus der Astralwelt – genannt Leckerlis – für uns Vierbeiner zu materialisieren.

«Alles ist größer, bunter, spiritueller, mehr Menschen, mehr Hunde, mehr los.»

Von so vielen Aufgaben braucht es natürlich aber auch hin und wieder auch einen Ausgleich, so lasse ich mir z.B. gerne den Rücken massieren. Dazu wirft man mir mein Hundegeschirrchen über und dann werde ich die heiligen Ashramkorridore entlang gezogen Teil meines Tagesworkouts. Gut für die Wirbelsäule, meine Version von Baby Krishna und Päckchen in einem. Speed Yoga.

Als Ashramhund achte ich auch auf eine ausgewogene vegan-vegetarische Ernährung, Walnüsse finde ich z.B. ganz toll! Damit halte ich meinen Omega 3 Fettsäuren Gehalt im Lot. Manchmal werden mir ja die ganzen Ernährungstipps im Haus fast zu bunt.

Wieso sollte jeder in seinem Leben einmal Sevaka sein?

Als Hunde, Manifestation der Treue und bedingungslosen Liebe, sind wir eigentlich alle vierbeinige Sevakas. So wünsche ich mir auch, dass immer mehr Zweibeiner, die durch ihr viel denkendes Gehirn ein große Bürde zu tragen haben, zu dieser bedingungslosen Liebe finden und so immer mehr Sevakas im Ashram und außerhalb vom Ashram zu einer positiven Transformation der Welt beitragen.

Eine Welt in der alle immer so gut drauf sind, wie wenn Frauchen oder Herrchen heimkommt. Da gibt es auch so eine Geschichte in der Mahabharata Namens „Ramayana“, wo es auch große Freudensparty gibt, als Rama nach Ayodia heimkommt.

So glücklich sollen immer alle sein, wenn’s nach mir geht, die 2-Beiner hier nennen das oft Erleuchtung. Naja, andererseits hab ich mir das ja nicht so ganz selbst ausgesucht Ashram-Sevaka zu werden. Annika hat mich mitgebracht – that’s life – that’s Karma. Toll sind auf jeden Fall die vielen verschiedenen Gassigeher die man dann hat, solange Frauchen für andere kocht.

Man lernt so viele andere Hunde und Herrchen und Frauchen kennen. Überall ist was anderes erlaubt, so komme ich auf jeden Fall ganz auf meine Kosten. Manchmal kann’s dann auch mal anstrengend werden wenn es so viel Abwechslung gibt und ich freue mich, wenn Annika mal ganz alleine mit mir in sevafreie Zeit fährt.

Im Nordsee Ashram war ich auch schon mit Anika und habe fleißig Pranayama praktiziert (am liebsten Sitali, einfach Zunge rollen, wie genau das geht kannst du hier erfahren: https://www.youtube.com/watch?v=HF9NFvW0sa8 ) – dazu ne Karotte.

Egal wo’s hingeht die yogische Einstellung und Sadhana (spirituelle Praxis) sind immer dabei. Hier kannst du mich noch auf Reisen sehen – hoffentlich hab ich auch alles eingepackt:

Neben Pranayama leite ich auch zu ayurvedischen Wattschlammkuren ein. Dabei kommt auch der Spaß nie zu kurz. Etwas Spielzeug ist immer als Equipment dabei und den Schalk habe ich stets im Nacken.

Abends wenn der ereignisreiche Tag dann überstanden ist geht’s ins Hundekörbchen oder auch Bett. Oder ich chille noch etwas mit meinen Freunden.

Soviel Abwechslung, Erfahrung und Spiritualität auf einem Haufen in so kurzer Zeit gibt es nirgends anders! Das ist auf jeden Fall als Sevaka ganz anders.

Om Lutzasyai Namaha !

«Als Hunde, als Manifestation der Treue und bedingungslosen Liebe, sind wir eigentlich alle Sevakas.»

 

Text: Durgadas

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 Was sind Sevakas? 

In Ashrams gibt es keine Mitarbeiter/innen sondern Sevakas, die durch uneigennütziges Dienen den spirituellen Alltag im Ashram tragen und gestalten. Das Wort Sevaka stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wortwörtlich übersetzt Praktizierender, Diener, Anhänger, Verehrer. Sevakas leben im Ashram und geben sich mit dem Notwendigsten und wenig materiellen Komfort zufrieden, um sich der spirituellen Praxis und Entwicklung intensiv zu widmen.

Sevakas leben in den Yoga Vidya Ashrams und Zentren in spirituellen Lebensgemeinschaften. In diesen spirituellen, alternativen und engagierten Kommunen dienen sie, praktizieren gemeinsam Yoga und entwickeln sich persönlich und für eine bessere Welt weiter.

 

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