“Es lebe Yoga Vidya!” – von Chandra Cohen

“Allein schon die Entscheidung an sich, zu Yoga Vidya zu kommen, lässt uns die Sorgen der Welt überwinden. Sie lösen sich in einer neuen Perspektive auf – in der Glückseligkeit des Yoga.” Chandra Cohen, langjähriger Gastlehrer von Yoga Vidya, teilt seine Eindrücke zu unserer großen Yoga Gemeinschaft.

Yoga Vidya ist mein spiritueller Rückzugsort

Jeden Sommer lasse ich meinen Alltag hinter mir und betrete die Heiligkeit des Yoga Vidya Satsangs. Meiner Meinung nach ist der Satsang das Herz von Yoga Vidya. Man kann Yoga Vidya nicht verstehen, ohne den Satsang verstanden zu haben.

Der Begriff Satsang hat mehrere Bedeutungen. Wörtlich übersetzt heißt er „Gemeinschaft mit dem Göttlichen“. Das Göttliche kann alles Mögliche sein: Es kann Krishna sein, der Guru oder die Schriften selbst. Die Gemeinschaft ist deine spirituelle Familie.

Wir teilen das Göttliche in vielerlei Hinsicht – nicht nur mit der jetzigen Gemeinschaft, sondern auch mit der langen Tradition der Weisen und all derer, die während vieler Jahrhunderte in der Vergangenheit spirituelle Praktiken geübt haben.

Der Satsang bringt uns äußerlich nicht sichtbare positive Wirkungen. Er wirkt sogar auf diejenigen, die selbst gar nicht unbedingt Yoga praktizieren oder die Lehren sogar ablehnen. Da wirkt eine heilende Kraft, die jede Seele berührt, welche umgeben ist von anderen Seelen mit positiver Ausstrahlung.

Durch Satsang entsteht auch ein natürliches Interesse und eine Neugier für Meditation und andere Praktiken. Es werden feine Eindrücke in die Psyche gepflanzt, sogar ohne unseren Willen, und sie können wachsen, sobald in Zukunft die Bedingungen günstig dafür sind. Aber für wen Satsang eine Herzensangelegenheit ist, sei es auch nur für eine kurze Zeit, den erhebt das Göttliche in unmissverständlicher Weise.

Allein schon die Entscheidung an sich, zu Yoga Vidya zu kommen, lässt uns die Sorgen der Welt überwinden. Sie lösen sich in einer neuen Perspektive auf – in der Glückseligkeit des Yoga.

Wir werden durchflutet von einer besonderen Energie

Es ist der Segen des Praktizierens; der positiven Einstellung und guten Gesellschaft; des tiefsinnigen Denkens und der Einstimmung auf das Göttliche. Es ist die Gesundheit des Hatha Yogas und der vegetarischen Kost, und dass man nur zwei Mal am Tag isst. Unser einsames Yoga zu Hause trägt Früchte in der fruchtbaren Erde des Ashrams.

Für Sevaka und Ashrambewohner ist regelmäßiger Satsang, das Zusammensein mit anderen in der Gemeinschaft, etwas völlig anderes.

„Tägliches Karma-Yoga ist wie ein Sack voller rauer Steine um die Hüfte“- ein Zitat von Leonard Cohen, dem berühmten kanadischen Musiker, über die Zeit, die er in einem buddhistischen Kloster verbrachte.

Das ständige Sich-Aneinander-Reiben schleift die scharfen Kanten der Persönlichkeit ab. Es kann eine Weile dauern, aber irgendwann bemerkt man eine deutliche Veränderung des eigenen Selbstverständnisses.

Es lebe Yoga Vidya, die Ashram-Gemeinschaft, seine Freunde und alle, die Yoga Vidya wohl gesonnen sind!

Seminare mit Chandra Cohen

Chandra wurde anfangs von Swami Brahmananda, einem hochrangigen Mönch und Lehrer, mit einer besonderen Intensität in die Lehren der Upanishaden und der klassischen Non-Dualität eingeführt. Das Wissen vertiefte Chandra Cohen die nächsten 25 Jahre weiter – durch die Inspiration von Swami Dayananda, dem weltberühmten Advaita-Lehrer.

Sein Verständnis wurde zuletzt von Swami Satchidanandendra, einem der wichtigsten Advaita-Denker seit Generationen, durch seinen einzigen direkten westlichen Schüler, Ira Shepetin, beeinflusst. Chandra ist regelmäßiger Gastlehrer bei Yoga Vidya – nutze doch diese Chance und besuche eines seiner tollen Seminare:

Der Autor

Chandra Cohen vereinigt in sich nicht nur intensive Praxis und jahrelange Schülerschaft bei bekannten Lehrern wie Swami Dayananda und Swami Brahmananda, sondern daraus folgend auch genaue Kenntnis der Schriften. Er hat eine sehr humorvolle und dabei sehr klare Weise, dich zu deiner inneren Wahrheit zu führen.

Er lebte lange im Sivananda Ashram in Rishikesh und erwarb einen Master-Abschluss an der Columbia University, der es ihm ermöglichte, eine außerordentliche Professur für Hinduismus und östliche Religionen am Hunter College in New York City zu übernehmen. Er lebt heute mit seiner Frau, mit der er seit 20 Jahren verheiratet ist, in New York und hat einen Sohn.

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