Yoga Wiki über Vitamine für den Herbst

Der Herbst kündigt sich an

Die Temperaturen sinken und so langsam findet man beim Waldspaziergang schon so einige bunte Blätter auf dem Boden. Es ist nicht mehr allzu gemütlich draußen und man stellt sich ab und zu die Frage: nützt mir der Regenschirm oder wird er eher zur lästigen Angriffsfläche für den nächsten Windstoß?

Spätestens jetzt wird es Zeit das Immunsystem mit den wichtigsten Vitaminen aufzupolieren um der nächsten Erkältungswelle nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Hier sind fünf wichtige Vitamine, die dem Körper helfen den Wetterwechsel gesund zu meistern und den Beginn der dunkleren Jahreshälfte auf die leichte Schulter zu nehmen.

Vitamin C

Das Vitamin wird auch Ascorbinsäure genannt und gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und nimmt für  das Immunsystem eine wichtige Funktion ein. Es ist in der Lage aggressive freie Radikale, die sich im Körper negativ auswirken, zu binden und wirkt so antioxidativ. Zudem ist es für zahlreiche Stoffwechselvorgänge verantwortlich, wie der Bildung von bestimmten Hormonen, Botenstoffen und des Bindegewebes.

Es unterstütz die Eisenaufnahme im Darm und trägt dazu bei krebserregende Stickstoffverbindungen, Nitrosamine, unschädlich zu machen. Eine Vitamin C- Bombe ist die Buschpflaume mit fast 3000 mg Vitamin C pro 100 g und hat so den höchsten Vitamin C Gehalt aller gemessenen Pflanzenarten.

Auch die Acerolakirsche, die Hagebutte und die Sanddornbeere haben einen außergewöhnlich hohen Vitamin C Gehalt. Aber auch gängiges Obst und Gemüse wie verschiedene Kohlsorten, Brokkoli, Paprika, Äpfel, Kiwis und Zitrusfrüchte sind gute Vitamin C Quellen für unseren Körper.

Vitamin A

Retinol ist als das Vitamin für die Sehkraft bekannt. Es ist dafür zuständig von außen kommende  Lichtreize für das Gehirn in wahrnehmbare Signale umzuwandeln. Es stärkt die Immunabwehr und die Schleimhäute. Ebenso fördert es das Wachstum der Gewebe und schützt die Haut. In vielen Gemüsearten ist die Vorstufe, das Beta- Carotin vorhanden.

Die verschiedenen Kohlarten, Möhren und Rote Bete sind bekannt für einen hohen Gehalt an Beta- Carotin. Da das Vitamin A ein fettlösliches Vitamin ist, empfiehlt es sich gleichzeitig eine kleine Menge Fett  zu verzehren. Zum Beispiel ein gutes pflanzliches  Öl wie Leinöl oder Olivenöl. Diese sind reich an  ungesättigten Fettsäuren.

Vitamin E

Das Vitamin wird als Tocopherol bezeichnet, schützt und stabilisiert die Zellmembranen des Körpers und gilt als Radikalfänger. Zudem ist es für den Fettstoffwechsel zuständig und nimmt so einen wichtigen Stellenwert ein bei den Stoffwechselvorgängen des Körpers ein.

Der Vitamin E Bedarf lässt sich ausreichend durch das Verwenden pflanzlicher Öle abdecken. Besonders gut geeignet sind Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl oder Olivenöl. Aber auch Nüsse, Samen, Kerne oder Avocados enthalten viel Vitamin E.

 

Vitamin B1

Thiamin ist an zahlreichen Nervenfunktionen und am Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt.  Es wandelt die Kohlenhydrate aus der Nahrung in Energie um, die den Zellen bei Bedarf zur Verfügung steht. Vor allem in Vollkornprodukten, Haferflocken, Hülsenfrüchten und Nüssen findet man Vitamin B1.

Aber auch Gemüse wie Kartoffeln, Spargel, Spinat oder Keimlinge liefern einen hohen Vitamin B1 Gehalt. Da dieses Vitamin empfindlich auf Licht, Hitze und Sauerstoff reagiert ist es ratsam frische Produkte ohne Lagerungszeit zu verzehren. Zudem sollte man  auf eine regelmäßige Zufuhr achten, da der Körper dieses Vitamin nicht speichern kann.

Vitamin D

Calciferol ist ein besonderes Vitamin, da der Körper in der Lage ist, es mithilfe von Sonnenlicht selbst zu produzieren. So können Menschen, die sich viel im Freien aufhalten 80-90 % des Vitamin D Bedarfs durch eigene Produktion abdecken.

Genau genommen gehört das Vitamin D zu den Hormonen. Es ist an vielen Vorgängen beteiligt. So ist es am Aufbau von Knochen- und Muskelsubstanz beteiligt und stärkt das Immunsystem.  Die Aufnahme über pflanzliche Nahrungsmittel ist bei diesem Vitamin nur begrenzt möglich. Beispielsweise über einige Speisepilze oder  Avocados.

Doch sind bei ausreichender Sonnenexposition lediglich 10-20 % des Vitaminbedarfs über die Nahrung zu decken und wer während des Sommers den Vitamin D Speicher gut aufgefüllt hat, der  kann auch die dunklen Monate ohne einen Mangel gut überstehen. Wenn man selten Zeit in der Natur verbringt oder das Gefühl hat, man hat in der Sommerzeit die Sonne die meistens durch eine Glasscheibe gesehen, kann man sicherheitshalber den Vitamin D Spiegel auch mit der Einnahme eines Vitaminpräparates unterstützen.

Gemüse aus heimischen Gärten

Um den Vitamingehalt der Speisen auch möglichst voll ausnutzen zu können, sollte auf das lange Lagern verzichtet werden. Wer sein Obst und Gemüse heimisch und saisonal bezieht hat die besten Chancen, dass noch viele Vitamine in der Nahrung enthalten sind. Außerdem sollte auch der Umwelt zu Liebe auf lange Transportwege verzichtet werden. Da sich bei den meisten Obstsorten die Vitamine direkt unter der Haut befinden, ist es ratsam auf das Schälen zu verzichten.

Das Gemüse sollte, falls ein roher Verzehr nicht in Frage kommt, so schonend wie möglich verarbeitet werden. Denn auch bei zu starker Hitzezufuhr gehen viele Nährstoffe verloren. Wenn es um das Erhalten der Nährstoffe in der Nahrung geht, lohnt es sich auch einmal einen Blick in die Rohkostküche zu werfen.

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