Yoga im Frühling: Bäume im Wind

Palmen sind nicht unbedingt die Pflanzen, die uns sofort an den heimischen Frühling erinnern. Wer es ganz genau nimmt und ein bisschen kreativ ist, darf diese Asana für den Moment also ausnahmsweise mal umtaufen in, sagen wir, Pappel oder Birke im Wind. Bei den alten Chinesen war die Weide im Wind ein Ur-Symbol für den Frühling. Ihnen ging es vermutlich auch mehr um den Wind als um den Baum. Hauptsache, es sind junge Zweige und frisches Grün, die sich da anmutig von der sanften Brise schaukeln lassen. Frühlings-Idylle.

Die Vorzüge dieser Frühlings-Asana sind Beweglichkeit, Größe und Anmut. Du darfst dich ruhig in deiner ganzen Größe ausstrecken und tief die milde Luft einatmen. Stell einen Fuß kreuzweise vor den anderen, dehne die Arme weit in den Himmel und schwinge nach im großen Bogen nach rechts und links. Halte ein paar Minuten und atme tief in die gestreckte Körperseite. Genauso elegant, wie die jungen Birkenzweige. Und am besten mit ganz viel Genuss und Lebensfreude.

Na, kommt da schon ein Gefühl von innerem Wachstum auf? Löst sich vielleicht die eine oder andere Schicht Winterstarre zwischen den Wirbeln? Fällt die Anspannung vom vielen kältebedingten Kopf Einziehen endlich ab? Herrlich. So einfach und angenehm kann Yoga für innere Klarheit, frische Energie und Raum für Neues sorgen. Im Rücken und im Kopf. Wenn du dich genug hast schaukeln lassen, strecke dich ruhig noch einmal lang nach oben aus, atme tief ein und lass dich dann in die Vorwärtsbeuge fallen. Kannst du den frisch geschaffenen Raum und die Kraft im Rücken spüren? Nutze die doch einfach, um in deinem Leben mal wieder gründlich aufzuräumen. Und dann mit dem überall hervor sprießenden Leben wieder ein gutes Stück zu wachsen.

Dietlind Arndt lebt seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg

1 Kommentar zu “Yoga im Frühling: Bäume im Wind

  1. ein sehr schöner Beschreibungstext!

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