Yoga Vidya auf der Didacta

Yoga Vidya war vom 16.-20. Februar auf der Didacta vertreten, der weltweit größten Fachmesse für Lehren und Lernen. Ich, Kristina, war mit zwei Kollegen  dort, und möchte euch von meiner Messewoche berichten. So eine Messewoche ist natürlich etwas ganz anderes als eine Woche im Ashram, denn es gilt vor allem eins: reden, reden, reden. Am besten mit jedem Besucher, der vorbeiläuft. Bei vielen entstand erst einmal eine kleine Konfusion, ihnen kam der Yoga-Informationsstand etwas deplatziert vor – und zwar in Halle 9, wo neue Technologien ausgestellt wurden. Und so wunderten sich viele Menschen: „Was macht denn Yoga eigentlich hier?“

Auch wenn uns dieser Standort ja eher zufällig zugeteilt wurde, passte es auf eine Art und Weise, dass Yoga – quasi die älteste Technik der Welt – zwischen Lernorten und hochmodernen Smartboards ausgestellt wurde. Als Gegengewicht etwa. Und so rührten wir kräftig die Werbetrommel, dass auch unsere Themen – Yoga, Spiritualität, gesundheitliches Wohlbefinden- ihren wohlverdienten Platz auf der Didacta erhielten! Schließlich heißt ja „Vidya“ auch Wissen – und so konnten die Besucher am Stand ihr Wissen rund um Yoga erweitern.

Sukadev sagt oft halb im Spaß, aber doch im Ernst: „2 Millionen Menschen in Deutschland machen Yoga – das sind noch 78 Millionen zu wenig!“ Das könnte man als Mission von Yoga Vidya, gerade bei Messen, zusammenfassen. Deswegen fragte ich die meisten Besucher am Stand erstmal, ob sie Interesse an Yoga haben oder schon einmal Yoga gemacht haben. Interessant ist: Die meisten Menschen haben Interesse an Yoga – viele bekunden „ein bisschen“ Interesse an Yoga und treten dann verzagt, doch auch neugierig näher. Die meisten, gerade Frauen, geben dann an, schon ab und zu mal Yoga gemacht zu haben, dass es auch sehr gut getan habe, doch auch immer wieder einschlafe. Ich versuche dann bei jedem Besucher, meine gesamte Motivation, die ich selbst für das Thema Yoga habe, zusammenzukratzen, und den Menschen durch gute Argumente und positive Ausstrahlung zu überzeugen: Fangt mit Yoga an. Bleibt an Yoga dran. Das tut euch gut, auf körperlicher, auf geistiger sowie auf seelischer Ebene.

Messe-Yoga-Vidya-OM

Es bleibt nur zu hoffen, dass man auf diesem Wege den einen oder anderen Menschen erreicht. Den letzten Schritt, also sich in einem Yoga Vidya Stadtcenter anzumelden oder einen Yoga-Urlaub im Ashram zu buchen, vielleicht zunächst auch mal „nur“ ein paar Online-Videos mitzumachen, und dann natürlich auch dranzubleiben, bleibt letzten Endes jedem selbst überlassen. Nach der Didacta habe ich die Hoffnung, dass wir einige Menschen speziell aus dem pädagogischen und schulischen Umfeld erreichen konnten. Eine wertvolle Bereicherung auf mehreren Ebenen: Die meisten Lehrer müssen sich im Alltag hohen Anforderungen an ihr Nervenkostüm stellen, und Yoga kann hier Entspannung bieten. Und entspannte Lehrer führen zu entspannteren Schülern. Schön ist auch, dass diese Berufsgruppen oft auch Multiplikatoren sind. Sind Lehrer selbst für Yoga begeistert, werden sie es auch ihren Schülern näherbringen.

Und siehe da: Tatsächlich wurde ich sehr häufig gefragt, ob wir denn auch ein Angebot hätten, zu lernen, wie man Yoga mit Kindern machen könne. Hier verwies ich immer wieder auf unsere Kinderyoga Übungsleiter Ausbildung, die die Möglichkeit für Pädagogen und für interessierte Laien die Möglichkeit bietet, auch ohne vorherige Yogalehrerausbildung eine Ausbildung zu machen, um Kinder im Yoga zu unterrichten. So freue ich mich, wenn sich auch nur einer der motivierten Pädagogen und Lehrer, die ich kennen gelernt habe, für eine  Kinderyoga Ausbildung anmeldet, da er dann für so viele Kinder etwas Gutes tun kann – gerade in unserer heutigen Leistungsgesellschaft sehe ich da einen dringenden Bedarf.

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