Album-Review: Golden Connexion von Gauri D.

Veröffentlicht am 10.01.2018, 09:00 Uhr von in Bad Meinberg, Events, yoga-blog-news

Gauris zweite CD „Golden Connexion“, (gauri: die goldene), ist das Resultat ihrer erneuten Zusammenarbeit mit dem Musiker und Produzenten Guna Nada Das.

OM intonierend eröffnet ihr neues Album mit dem Lied „Patanjali Mantra“, feinfühlig begleitet von Harmonium, Gitarren, Synthesizer und Djembe-Percussion. Patanjali war ein indischer Gelehrter und der Verfasser des Yogasutra. 

Der nächste Track „Shri Ram“, besinnlich ruhig, wird im Verlauf durch Basstrommel und Darbuka unterstützt und lädt ein, sich fallen zu lassen und mitzusingen. Dieser traditionelle Kirtan vermittelt auch in dieser Version viel Freude und Leichtigkeit, nicht zuletzt durch die Backing-Vocals, die Gauri, wie in allen Liedern, selbst eingesungen hat.

Mit dem Lied „Hinter deinen Mauern“ überrascht Gauri den Hörer mit einem eingängigen, Gitarren betonten, deutschen Pop-Song in dem es um Vertrauen, Mut und Liebe geht. „Hinter deinen Mauern ist Liebe“, singt sie, ermutigt uns und schenkt uns Hoffnung.

Hinter deinen Mauern ist Freiheit.
Lass los. Lass einfach los.
Denn ich bin gekommen, um dir deine Flügel zu zeigen.
Hab Vertrau‘n. Lass los. Flieg einfach los.

Nun folgt das Stück „Shri Nrsimha Maha Mantra“, in dem die Kraft von Narasimha, dem Löwengott und Inkarnation Vishnus, angerufen wird. Das Lied bezaubert mit indischem Flair, vor allem durch die sanften Sitar-Klänge und hat spätestens beim „Om Namo Narayanaya“ Gänsehaut-Qualität.

Der Song „Surya Namaskara“, der Sonnengruß, kommt erfrischend und fast wie eine Aufforderung daher, sofort eine Yogamatte auszulegen und mitzumachen. Gauri singt hier die zwölf bekannten Sanskrit-Mantras, wechselt aber auch zu deutschem Text.

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In „Shivas Tanz“ kombiniert die junge Musikerin wieder ein traditionelles Mantra (Om Namah Shivaya) mit moderner World-Music, hier umgesetzt mit Tablas und Oud. In ihrem deutschen Text be- und vertont die Sängerin ihre Hingabe an Shiva, der mit seinem Tanz den ewig währenden Wandel allen Seins, i. e. Zerstörung und Erneuerung, bewirkt.

Schon gleich zu Beginn von „Shivaya Parameshvaraya“ wird der Hörer durch den Ton, der wie Shivas Ruf auf seiner Sankha (Muschel) anmutet, nahezu in eine andere Realität versetzt. Begleitet von archaischen Trommeln und abgestimmt mit sphärischen Synthesizer-Sounds, wechselt das Lied zwischen melancholischem Moll in den Strophen und melodiösem Dur im Refrain.

Das bekannte „Shiva Shambho“ kommt etwas ruhiger daher, einfach und harmonisch simpel und dicht; baut es sich langsam über eine Gitarre auf, steigert sich dann mit Sitar, Flöte, Tablas, Udu-Drum und Gauris wunderschönen Stimmen; auch hier möchte man direkt mitsingen.

Sanskrit, Deutsch und Englisch ertönen bei dem Song „Sacarācara“. Das Intro mit Vogelgezwitscher lässt den Hörer in die Weiten der Natur träumen. Sitar, Tablas und Synthesizer unterstützen die Atmosphäre dieses aufwendig produzierten, tanzbaren Tracks. Sacarācara ist ein vedantischer Text, der die Einheit der individuellen Seele mit der Kosmischen Seele ausdrückt: „Shivoham!“ – Ich bin Shiva!, so lautet der Refrain.

„108 Names of Shiva“ feiert die Verehrung von Shiva in 108 transformativen, göttlichen Aspekten. Gauri rezitiert die 108 Namen von Shiva – im Reggae Style… der Hörer darf sich in die Karibik entführt fühlen. Ukulele, Bansuri-Flöte und Gunas Stimme im Refrain leisten ihren Beitrag zum Sunshine-Feeling.

Zum Abschluss das verhalten beginnende, berührende „Om Tryambakam“, instrumentiert mit Gitarre, Sitar, Cello und Violine, das sich dann in ein fulminant finales „Om Shanti“ mit Ukulele, Synthesizer und Drums steigert und den Hörer mit einem Alles – ist- gut – Gefühl zurücklässt.

Fazit:

Gauri gelingt es, mit dem warmen Timbre ihrer Stimme eine „goldene“ Verbindung zu schaffen zwischen traditionellen Mantras und deutsch/englischen Texten. Man könnte den gelungenen Stil-Mix des ganzen Albums gut als „Spirit-Pop“ bezeichnen. Spürbar und durch die ausgewählten ethnischen und elektronischen Instrumente unüberhörbar der Einfluß ihres Produzenten Guna Nada Das, dessen Tendenzen eher in Richtung Weltmusik gehen.

Wer sich auf eine melodienreiche, spirituelle Reise mit authentisch artikulierten, klassisch indischen Mantras und deutsch/englischen Texten begeben will, musikalische Inspiration und liebevolle Seelennahrung für den Tag braucht oder eine unbeschwerte Untermalung für besinnliche Stunden allein oder zu zweit sucht, der wird mit dem Album „Golden Connexion“ von Gauri D. nicht nur gut bedient, sondern reich beschenkt werden.

Golden Connexion:

Gauri Daniela Reich

Gauri Daniela Reich Yogalehrerin (BYV), Ayurveda Gesundheitsberaterin (BYVG), Vegane-Ernährungsberaterin, Yoga Personal Trainerin, Inner Flow Vinyasa Teacher, Lehrerin für Prävention und Gesundheitsförderung, Ausbildung in Thai Yoga Massage, Diplom Betriebswirtin.

Gauri praktiziert Yoga seit 2011. Nach ihrer zweijährigen Ausbildung im Yoga Vidya Center Darmstadt lebte sie knapp zwei Jahre im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg, wo sie ihre Yogapraxis und Unterrichtserfahrung vertiefte. Ihr Yogaunterricht reicht von therapeutischen Yoga Stunden über schweißtreibende Vinyasa Sequenzen, exakte Ausrichtungs-Prinzipien aus dem Iyengar Yoga Stil bis hin zu klassischen Sivananda oder Yoga Vidya Stunden aller Level, die auch zu Mantrayogastunden werden können.

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