Yoga und Entspannung für Kinder – Teil 5

Das Yogalicht ist nun erwacht und alle Kinder geben acht – die Hände vor der Brust sich legen zum tiefen Gruß und Herzenssegen… Ich bin der kleine Yogi, schau wie ich steh, achtsam und aufrecht auch wenn ich geh. Ich bin der kleine Yogi und grüße DICH mit Namasté… Namsté heißt wir zwei sind gleich, Namasté… ob arm oder reich, ich verneige mich, denn ich ehre dich! Ich ehre das Licht, die Wahrheit und die Liebe in dir, denn die scheint und fließt auch in mir! Herzlich willkommen zu unserer Bergwanderung…
Einstimmig auf Yoga eingestimmt besprechen und wiederholen wir gemeinsam die Kinderyoga Regeln – „Wie es gibt auch im Yoga Regeln?“ höre ich immer wieder an dieser Stelle. Und ob! Die Welt um uns herum geschieht nicht ohne Regeln, erkläre ich. Tag und Nacht, Ebbe und Flut, geboren werden und sterben, blühen und verwelken, Freude und Trauer, gute Wanderschuhe und Blasen an der Füßen, orientiert und verlaufen…die Natur wie auch der Mensch braucht Regeln und Grenzen, sie schaffen Vertrauen, Stabilität und Sicherheit. Um den Kinderyoga Unterricht im Interesse jedes einzelnen Kindes, der ganzen Gruppe und natürlich dir selbst zu gewährleisten, arbeite ich mit klaren Regeln für den Ablauf der Stunde.

Ich sitz ruhig auf meinem Po und zappel nicht rum wie ein Floh…die Ohren auf, den Mund geschlossen, wenn´s mal nicht klappt, nicht verdrossen, mit MUT geht´s gut, RUHIG und KLAR geht´s wunderbar, KONZENTRIERT läuft´s wie geschmiert oder mit viel KRAFT wird´s leicht geschafft…  sollen die Stärken der Kinder für den Alltag stärken und ihr Schwächen herausarbeiten. Sogenannte  Zaubersprüche wirken wie Affirmationen. Jedes Kind suchtsich einen für sich passenden Spruch aus, malt oder schreibt ihn in eine Denkmütze und sagt ihn 3x auf. Überleg dir deine eigenen Regeln…Versuch macht bekanntlich KLUG 🙂

Das Vertrauen gestärkt in seine eigenen Kräfte möchte ich natürlich von den Kindern wissen, ob sie schon mal auf einer Bergwanderung waren und was sie da erlebt haben. Jaaaaa, spannend, Abenteuer, verlaufen, Fuchs gesehen, Heidelbeeren gegessen, Blasen an den Füßen, anstrengend…Oh, bitte nicht gleich alle auf einmal erzählen! Hier gibt´s ein schönes Ritual: Der Erzählkreis! Um das große Erzählbedürfnis mancher Kinder zu stillen, ist es günstig, sie zu Beginn der Yogastunde in einem Zeitrahmen frei erzählen zu lassen und mit ungeteilter Aufmerksamkeit hinzuhören, was die anderen Kinder erzählen. Nutze dafür z.B. eine Klangschale die du anschlägst, sobald das nächste Kind an der Reihe ist. Oder eine Handpuppe, die erzählen darf 🙂 Stell dir vor wie es sich anfühlt, wenn alle Kinderaugen auf dich gerichtet sind und alle Kinderohren dir zuhören, ohne Zwischenfragen und Kommentare. Es funktioniert und die meisten Kinder sind dankbar für diesen kostbaren Augenblick der Aufmerksamkeit.

Nun weiß ich worauf ich mich eingelassen habe mit dieser Bergwanderung…ui jui, das wird lustig! Neugier, Angst, keinen Bock, keine Zeit, unwissend…tatsächlich gibt es immer wieder Kinder, die noch keine Wanderung im Wald gemacht haben. Na, das werde ich aber schleunigst ändern 🙂

Was brauchen wir denn für eine Wanderung in den Teutoburger Wald? WOHIN??? Ah, hier ist ein bisschen Geographie gefragt, zumindest bei den Kids ab der 3./4. Klasse. Gut, auch das gehört zum Yoga. Wissen wo´s lang geht…

Nun noch schnell einen Rucksack gepackt. So schnell geht es doch leider nicht. Lass die Kinder entscheiden, was sie mitnehmen wollen und mache daraus eine Konzentrationsübung. Jedes Kind sagt einen Gegenstand und alle anderen Kinder wiederholen das immer wieder von Beginn an, bis der Rucksack voll ist. Was glaubt ihr, was alles in so einen Rucksack hinein passt 🙂 neben dem Kuscheltier, etwas zu Essen und Trinken, ein Kompass, eine Taschenlampe und ein Handy, mache mir mir bei Fernseher, Computer, Playstation…schon so meine Gedanken.

Bevor es nun endlich losgeht, müssen wir uns alle kurz ausruhen und entspannen, damit wir morgen früh ausgeschlafen und gestärkt die wunderschöne Bergwelt des Teutoburger Waldes entdecken können.

Lieber Mond nun kommt die Nacht, knie vor dir in voller Pracht, öffne Herz und Arme weit – atme tief, denn das befreit. Alle Sterne sind erwacht, lieber Mond, nun kommt die Nacht…

Wie es mit dem Mondgruß und unsere Bergwanderung weitergeht, erfahrt ihr leider erst wieder nächsten Freitag. Nicht traurig sein, es loht sich Geduld zu haben für die wirklich wichtigen Dinge im Leben 🙂

Bis dahin eine entspannte Weihnachtszeit voller guter Gedanken wünscht Matangi!

Einen kleinen Vorgeschmack auf Kinderyoga bekommst du bei diesem tollen Video Kinderyoga in der Schule Noch besser du kommst zur Kinderyoga Community, denn da gibt es viel Wissenswertes über Kinderyoga.

 

5 Kommentare zu “Yoga und Entspannung für Kinder – Teil 5

  1. …langsam mach ich mir Gedanken 🙂 woher wissen die alle, dass ich schwanger bin 😉 neee, is nur ein Scherz!!! Vom Kinderyoga kriegt man glaub ich keine Kinder :-)))

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  5. Namaste liebe Matangi.
    Juhu, das Yogalicht ist mit dir und deinen Yogikids erwacht.
    Ich bin jetzt gespannt auf eure Bergwanderung, den Rucksack habt ihr bestens gepackt, seit ausgeruht und entspannt. So wird bestimmt in euren sonnigen Herzen der Weg der Bergwanderung das Ziel sein. Verschiedene Bäume am Wegrand, Tierspuren, die man deuten kann oder ein umgestürzter Baum, über den man balanciert. – Liebe Matangi, das wird sicher sehr spannend und schön werden.
    Das Video „Yogastunde in der Schule“ ist super klasse.

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