Yoga Wiki über Selbstvertrauen

Selbstvertrauen ist das Vertrauen in dich selbst, in deine Fähigkeiten. Selbstvertrauen ist eine wesentliche Tugend und Kraftquelle. „Selbstvertrauen gibt innere Stärke und befähigt zu materiellem wie geistigem Erfolg.“, schreibt Swami Sivananda in seinem Buch Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung. Ein Thema, das die meisten von uns betrifft und zu dem es im Yoga einige nützliche Tipps gibt.

Mangelndes Selbstvertrauen ist in vielen Fällen antrainiert. Vielleicht hast du in deiner Kindheit Erfahrungen gemacht, die dir das Gefühl vermittelten, dass du nicht genug bist. Über Jahrzehnte haben sich Glaubenssätze aufgebaut, die dein Selbstvertrauen blockieren und dein ganzes Leben bestimmen können: Du traust dich nicht, deinem Chef die Meinung zu sagen. Du traust dich nicht, deinem(r) Angebeteten deine Gefühle zu offenbaren. Dein innerer Kritiker blockiert dein Selbstvertrauen, indem er dir einredet: Ich bin nicht genug, ich bin es nicht wert. Darunter liegt meist eine tiefe Angst vor Ablehnung oder Verlassenwerden. Die Beschäftigung mit dem Thema Selbstvertrauen kann dich also in Kontakt bringen mit deinen tiefsten Ängsten.

Jeder Mensch kann daran arbeiten, sein Selbstvertrauen zu stärken. Im Yoga gibt es verschiedene Ansätze, wie du mit mangelndem Selbstvertrauen umgehen kannst: Hatha Yoga stärkt das Vertrauen in deinen Körper, du erfährst das Prana als Lebenskraft hinter allem. Raja Yoga und Karma Yoga sehen alle Eigenschaften und Neigungen als sinnvoll an, als Grundlage für die persönliche Weiterentwicklung. Du bist mit deinen Schwächen und Stärken genau so ausgestattet, dass du die richtigen Erfahrungen machen kannst. Hier ist Selbstvertrauen verbunden mit Schicksals- und mit Gottvertrauen. Das kann dir auch helfen, den inneren Kampf gegen deine Unsicherheit zu beenden und dein mangelndes Selbstvertrauen zunächst einmal als gottgegeben zu akzeptieren. Bhakti Yoga und regelmäßiges Mantrasingen können dir helfen, Gottvertrauen, Selbstvertrauen zu entwickeln. Spürst du in der Meditation in dein Herz hinein und versenkst dich ganz in den inneren Raum, kannst du vielleicht erkennen, was Jnana Yoga lehrt: Du bist Teil einer höheren Wirklichkeit. Du bist nicht das kleine Selbst. Du hast es dir nur jahrelang eingeredet.

Wenn du spürst, dass es dir an Selbstvertrauen mangelt, kannst du auch mit den Chakras arbeiten – oft liegt ein Ungleichgewicht vor, speziell im Svadhisthana und Manipura Chakra. Du kannst Meditationen oder Asanas praktizieren, die diese Chakras und somit dein Selbstvertrauen stärken. Svadhisthana ist das Zentrum der Angst, aber auch das des Mutes. Bei vielen indigenen Stämmen ist es üblich, vor einem Kampf Kriegsgeheul auszustoßen. Dadurch wird die Energie der Angst in die Energie des Kampfes, des Mutes, transformiert. In unseren kleinen, täglichen Kämpfen brauchen wir auch eine gute Portion Mut und Willenskraft, um Ängste und jahrzehntealte Glaubenssätze zu überwinden. Es ist eine Gewohnheit, uns von ihnen steuern zu lassen. Es kann aber auch genauso die Gewohnheit kultiviert werden, mutig zu sein und unserer inneren Weisheit zu vertrauen. Gestehe ich meinem(r) Angebeteten meine Gefühle, mache ich mich verletzlich, habe aber einen wertvollen Schritt auf dem Weg gegen die Angst und in Richtung Selbstvertrauen getan. Sich verletzlich machen bedeutet, die Kontrolle dem Göttlichen überlassen. Je mehr du Selbstvertrauen durch Mut und Gottvertrauen entwickelst, dich als Teil eines Höheren siehst und in deinen eigenen inneren Raum hineinspürst, in dem du vollkommen bist, desto weniger wirst du Grund haben, dich klein zu fühlen. az

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