20 Gehe geschickt mit deinem Prana, deiner Lebensenergie um

Gelassenheit Entwickeln - Podcast für mehr Gelassenheit im Alltag

Du bist nicht dein Prana, deine Lebensenergie. Du kannst dein Prana, deinen Energiezustand, beeinflussen. Yoga gibt dir dafür viele Mittel und Möglichkeiten. Aber: Du bist nicht das Prana. Du bist nicht die Lebensenergien. Lerne es, dir deines Energiezustands bewusst zu sein. Habe keine Angst vor Menschen, die dir scheinbar die Energien rauben. Akzeptiere, dass dein Energiezustand fluktuiert. Frag : Wer bin ich? Erkenn dein Selbst – und sei frei.

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Jetzt will ich fortfahren mit der Frage „Wer bin ich?“ und mit der Nichtidentifikation, mit Gedanken, Gefühlen, Emotionen und Persönlichkeit, wie auch Prana, die Lebensenergien. Ich bin immer noch beim Thema Gelassenheit betrachtet vom Yogastandpunkt. Yoga ist eine Übungspraxis für mehr Energie, für mehr Gelassenheit, für mehr Entspannung und auch für mehr Selbsterkenntnis. Und ein wichtiger Aspekt ist die Frage „Wer bin ich?“ Diese Frage gehört insbesondere zu den wichtigsten Fragestellungen des Jnana Yogas, des Yogas der Erkenntnis.

„Wer bin ich?“ kannst Du beantworten anhand der Subjekt Objekt Beziehung. Derjenige, der wahrnimmt ist das Subjekt, das, was wahrgenommen wird, ist das Objekt. Du bist Bewusstsein, derjenige, der wahrnimmt, und das, was Du wahrnehmen kannst, ist das Objekt. Wir sind diese Subjekt Objekt Beziehungen bezüglich der Frage „wer bin ich?“ auch schon durchgegangen bezüglich des Körpers.

 

Jetzt ist die nächste Frage: Bin ich meine Lebensenergien? Im Yoga, wie auch in vielen anderen fernöstlichen Techniken, machst Du viel, um Prana, die Lebensenergien zu erhöhen, auch als Chi oder Ki bezeichnet. Bist Du die Lebensenergien? Was sind überhaupt Lebensenergien? Auf Sanskrit heißen sie Prana, Lebensenergien kannst du spüren. Du kannst mal mehr Energie spüren, Du kannst mal weniger Energie spüren. Du kannst auch manchmal ein sanftes Kribbeln in Deinen Händen fühlen. Z. B. angenommen Du hebst Deine Hände etwas hoch, du konzentrierst Dich auf Deine Hände, Du stellst Dir vor, Du atmest ein, von oben in deinen Bauch und aus, Du atmest Energien in Deine Hände, Einatmen von oben Energie in Deinen Bauch, ausatmen Energie in Deine Hände. Wenn Du das ein paar Mal so machst, dann wirst Du vielleicht feststellen, Deine Hände kribbeln. Vielleicht spürst Du auch, dass Deine Hände warm werden. Yogis würden sagen, das ist Prana. Manchmal spürst Du auch Energien in anderen Teilen Deines Körpers. Du kannst manchmal Unruhe spüren, das ist ein unruhiges Prana, Du kannst manchmal spüren, wie Dein Herz irgendwo weit wird. So wird Dein Herzchakra geöffnet. Manchmal, wenn Du die Augen schließt, und dich auf die Stirngegend konzentrierst, das könntest Du z. B. auch jetzt machen, und dabei Dir vorstellst, dass Du weit weg schaust und während Du mit geschlossenen Augen weit weg schaust, spürst Du ein Licht in der Stirngegend oder spürst ein sanftes Pulsieren. Auch das wäre zum Beispiel Prana.

Im Yoga können wir viele Techniken anwenden um das Prana zu erhöhen, die Lebensenergien zu steigern und mehr Prana zu haben. Dennoch ist die Frage: Bin ich das Prana? Menschen identifizieren sich sehr mit ihrem Energiezustand. Wenn sie viel Prana haben, fühlen sie sich gut, wenn sie wenig Prana haben, fühlen sie sich schlecht. Dabei fühlen sie sich nicht schlecht, weil sie wenig Prana haben, sondern weil sie denken, ich müsste mehr Prana haben, ich müsste mehr Energie haben. Sie machen sich Sorgen bezüglich der Energien. Du bist nicht das Prana. Du bist nicht die Energien. Du bist das unsterbliche Selbst, Du bist der Beobachter, Du bist das Bewusstsein. Du hast mal mehr Prana, du hast mal weniger Prana, Du hast mal ruhigeres Prana, Du hast mal unruhigeres Prana. Du hast mal erhabeneres Prana, Du hast mal grobstofflicheres Prana. All das kannst Du dir bewusst machen. Du kannst dir zum Beispiel jetzt bewusst machen, hab ich gerade viel Prana, hab ich wenig Prana? Hab ich also viel Energie, habe ich wenig Energie? Hab ich ruhigere Energie, hab ich unruhigere Energie? Hab ich leichteres, erhabeneres Prana oder eher grobstofflicheres Prana? Wenn Du das erkannt hast, kannst du dir bewusst machen, ich bin nicht das Prana, denn ich kann das Prana wahrnehmen, ich kann den Energiezustand wahrnehmen. Ich kann auch das Prana wahrnehmen, wie es jetzt vielleicht im Bauch ist. Ich kann den Energiezustand im Herzen wahrnehmen, vielleicht in der Stirn,