Der strahlende Zustand von Shambhu – HYP.IV.37

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Sukadev spricht über den 37. Vers der Hatha Yoga Pradipika, 4. Kapitel, als Inspiration des Tages. Essenz: Shambhavi mudra: Halte deinen Geist im Herzen auf Brahman gerichtet. Brahman das Göttliche in deinem Herzen. Halte dabei dein Prana kontrolliert in dem dein Atem ruhig ist.Lasse deinen Blick nach außen gehen (leerer Blick ohne wirklich wo hinzuschauen). Alles was du dann siehst ist die Offenbarung von Gott (die Verbundenheit). Es handelt sich erst wirklich um Shambhavi Mudra, wenn Geist und Atem des Yogi in ein äußeres Objekt absorbiert sind, und wenn seine Augen, die scheinbar äußere Dinge betrachten, unbeweglich sind. Wird dieser Zustand mit Hilfe des Guru erreicht, verwirklicht der Yogi den strahlenden Zustand von Shambhu, der höher ist als Shunyashunya (Leere und doch nicht Leere).

Der Sanskritname dieser Mudra, Shambhavi Mudra leitet sich von Shiva her, dem „Herrn des Yoga“. Einer seiner Beinamen ist Shambhavi oder Shambhu, der „Segensreiche“. Häufig wird Shiva im Lotossitz auf dem Berg Kailash thronend, den Blick auf das Zentrum zwischen den Augenbrauen gerichtet, dargestellt. Daher der Name: Das Siegel Shambhus, des Segensreichen. Diese Übung gilt – folgt man den alten Yoga- und Tantratexten – als eine der wichtigsten und segenreichsten Übungen des Yoga überhaupt. „Die Veden und Schriften, die Purunas, sind wie öffentliche Weiber, Shambhavi aber sollte wie eine alte Dame aus guten Hause gehütet werden.

Wer die Shambhavi Mudra Mudra beherrscht, ist wie
Adinatha, er ist Narayana,
er ist Brahma, der Schöpfer selbst.

Maheshvara, der höchste Herr des Universums, sagt:
„Wahrlich, wahrlich und abermals wahrlich,
wer die Shambhavi Mudra beherrscht, ist Brahma;
darüber gibt es keinen Zweifel.““

Man sollte sich auf das Anahata Chakra konzentrieren und auf einen persönlichen Gott oder Brahman „Das bist Du“ besinnen, welcher der wahre Sinn der zwei Sätze ist: „Das bist Du“ (Tat Twam Asi) und „Ich bin Brahman“ (Aham Brahmasmi). Es ist jenseits von Leere, da es – absorbiert in das betrachtete Objekt – zur Natur von Sat wird. Es ist auch jenseits von Nicht-Leere, weil sogar dieser Zustand später aufhört.

Der Yogi soll fortwähren und aufmerksam den Geist auf Brahman in seinem Herzen gerichtet halten, das Prana ständig gefesselt halten und seinen unbeweglichen Blick nach außen richten, so als würde er etwas sehen, während er in Wirklichkeit weder unten noch oben etwas wahrnimmt. Wahrlich, das ist Sambhavi Mudra. Das lernt man durch die Gunst eines Gurus. Was auch immer, Sunya oder Asunya wird dann aufmerksam als die Offenbarung des großen Sambhu betrachtet und erkannt.

Mehr zur Hatha Yoga Pradipika findest du im Hatha Yoga Pradipika Portal:

Kurzvortrag über die Hathayoga Pradipika von Sukadev von Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Meditation, Ayurveda, Yogalehrer Ausbildung . Alle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören

2 Kommentare zu “Der strahlende Zustand von Shambhu – HYP.IV.37

  1. als alter Yogi Man, der selbst unterrichtet, freut es mich immer solch ermutigende Artikel zu lesen. Würden mehr Menschen Yoga als ihre Religion ansehen, dann wäre die Welt viel friedlicher !

  2. Ein wirklich sehr interessanter Artikel, LG Doris 🙂

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