Sabbatical, das Sabbatjahr

Yoga und Meer

Das Sabbatical wird immer beliebter. Menschen suchen nach einer Verschnaufpause im Berufsleben. Manche erfinden sich dabei ganz neu. Selbstfindung, Abenteuerlust, Persönlichkeitsentwicklung, Altruismus, Fernweh und Erholung sind die Motivation hierbei.

In diesem Artikel erfährst du Wissenswertes über das Konzept des Sabbatical, auch Sabbatjahr beziehungsweise Shabbatjahr genannt. Es geht um die Entstehung und Weiterentwicklung des Sabbaticals und auch um einige juristische und arbeitsrechtliche Aspekte.

Auszeit auf Zeit

Dieser Artikel enthält aber auch Tipps, wie du ein Sabbatical für deine spirituelle Entwicklung, z.B. durch den Aufenthalt in einem Yoga Vidya Ashram, nutzen kannst.

Leben ist Bewegung

Leben ist Rhythmus. Leben ist ein Wechsel aus Aktivität und Passivität, aus Anstrengung und Regeneration. Die Wochen, Monate und Jahre sind oftmals starkt durchstrukturiert und geplant. Ein Sabbatical, das Sabbatjahr, ist eine wunderbare Möglichkeit, sich eine Auszeit zu nehmen und seine spirituellen Praktiken zu intensivieren, sich neu zu orientieren und seinem Leben einen bestimmten Sinn zu verleihen.

Yoga Sabbatical – dein Sabbatjahr bei Yoga Vidya →

„Sabbatical“ (Englisch für Sabbatjahr) bedeutet, dass sich jemand für ein ganzes Jahr aus seiner bisherigen Tätigkeit zurückzieht und sich eine Auszeit nimmt.

Es gibt verschiedene Gründe für ein Sabbatical und es gibt verschiedene Formen des Sabbatical. Heutzutage leben Menschen länger als früher, sie sind auch länger arbeitsfähig als früher. Es ist möglich, sich eine Zeit lang mit anderen Inhalten zu beschäftigen, gewissermaßen als Gegensatz zum normalen beruflichen Alltag. So kann ein Sabbatical eine Möglichkeit sein, besonders intensiv in spirituelle Praktiken oder z.B. in die ganzheitlichen Aspekte des Yoga besonders gut einzutauchen und so seine Erfahrungen zu vertiefen.

Yoga zur Entspannung

Herkunft – Shabbat

Das Wort Sabbatical (oder auch Sabbatjahr) kommt vom jüdischen Begriff „Shabbat“. Der Shabbat ist der 7. Tag, an dem man ruhen soll. Bei den Juden ist dies der Samstag. Christen haben ca. im Jahr 325 nach Christus den Sonntag zum Ruhetag ausgewählt. Shabbat heißt im engeren Sinne eigentlich „mit etwas aufhören“, „Innehalten“. Shabbat ist also eigentlich nicht einfach nur der Samstag sondern das hebräische Wort für „aufhören, innehalten“. In der Hebräischen Bibel, der Jüdischen Bibel und dem christlichen Alten Testament wird an mehren Stellen von Shabbat gesprochen. Allgemein bekannt ist, dass laut Genesis, der christlichen Schöpfungsgeschichte, der 7. Tag zum Ruhetag geworden ist.

Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. [1. Buch Moses (GENESIS), Kapitel 2, Vers 2 – 3, Luther Bibel 1984]

Du planst ein Sabbatjahr bzw. Sabbatical? Dann herzlich willkommen bei Yoga Vidya. Wir bieten dir verschiedene Möglichkeiten, dein Sabbatjahr bzw. Sabbatical bei uns zu gestalten.

Interessiert? →

Sabbatjahr im biblischen Kontext

In der Bibel wird laut dem 3. Buch Moses das Shabbatjahr für das ganze Land verordnet: „Und der HERR sprach zu Mose auf dem Berge Sinai: Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern. Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln, aber im siebenten Jahr soll das Land dem HERRN einen feierlichen Sabbat halten; da sollst du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden.“ [3. Buch Mose, Kapitel 25, Vers 1 – 4 / Luther Bibel 1984]

Man kann es so sehen, dass die einjährige Ruhezeit wichtig war, damit sich der Boden wieder regenerieren konnte und dauerhaft fruchtbar blieb. Sozusagen eine Art landwirtschaftliche Weisheit. In der mittelalterlichen Dreifelderwirtschaft war es sogar üblich, dass man die gesamte Anbaufläche in drei Teile teilte und jeder dieser Teile dann für ein Jahr brach lag – dieser wurde dann nicht bearbeitet und als Weide genutzt. Dies hat sich für die Qualität des Bodens als sehr günstig erwiesen. Durch moderne Düngung braucht man ein Feld nicht mehr brachliegen zu lassen und auch in der biologischen Landwirtschaft wird man ein Feld nicht brachliegen lassen, denn es gibt verschiedenen Feldfrüchte und Fruchtfolgen, die den Boden auf verschiedenste Weisen regenerieren können. Aber das Wort Sabbatjahr hat sich auch weiterentwickelt und andere Aspekte sind hinzugekommen.

In der katholischen Kirche gibt es zum Beispiel den Ausdruck Shabbatjahr und Sabbatjahr, als Ausdruck für einen einjährigen Zeitraum zwischen zwei sogenannten Heiligen Jahren. In der katholischen Kirche werden ab und zu Heilige Jahre ausgerufen – wenn dann zwei Heilige Jahre relativ nahe beieinander sind, dann sind die Jahre dazwischen die sogenannten Sabbatjahre.

„Meine Erfahrungen im Ashram haben mich nachhaltig positiv beeinflusst. Auch wenn es erstmal „komisch“ ist, sich auf diese fremde Welt einzulassen und es auszuprobieren, habe ich so viel gelernt und mitgenommen, was ich heute nicht missen möchte! Meine Ashram-Aufenthalte haben meinen Weg maßgeblich beeinflusst.“ – @lisas_lab

Gründe für ein Sabbatical

In der Arbeitswelt oder auch in der Biografie eines Menschen hat der Begriff des Shabbatjahr auch eine besondere Bedeutung. In den letzten Jahren wird darüber häufiger gesprochen. Es kann viele Gründe für ein Sabbatjahr geben: eine eigene Ausbildung, oder man will Neues lernen und erleben, eine Berufliche Weiterbildung für ein Jahr, ausgedehnte Reisen und Naturerlebnisse, sich in neuen Gebieten auszuprobieren, etc.

Zur Ruhe kommen, bei sich ankommen

Manche Menschen wollen sich neu orientieren, manche Menschen wollen soziale Projekte unterstützen, man will ein Jahr lang einfach mal das tun, was man wirklich will. Viele Menschen hören auf ihr Gefühl und wollen einem Burnout vorbeugen. Es gibt Menschen die wollen ein Jahr lang mit der Familie viel Zeit verbringen. Es gibt Fälle, da sagt man sich: „Ich sehe meine Kinder immer nur am Abend oder am Wochenende – ich will jetzt mehr teilhaben am Leben meiner Kinder.“, und legen dann ein Jahr lang eine intensive Familienphase ein. Manche wollen eine Weltreise unternehmen und nicht warten, bis sie in Rente gehen. Eventuell sind sie sogar sehr früh ins Berufsleben gekommen oder haben schon einmal eine Weltreise gemacht und wollen ähnliches noch einmal wiederholen.

So kann ein Sabbatjahr hilfreich sein, um aus dem Trott des Alltags herauszukommen und natürlich ist es interessant, ein ganzes Jahr mit intensiver spiritueller Praxis zu verbringen, vielleicht sogar ein Jahr in einer spirituellen Gemeinschaft zu verbringen, um sich persönlich und spirituell weiterzuentwickeln und so seine tiefen seelischen Bedürfnisse zu erfüllen. Dadurch kann man seine Spiritualität fördern und seinem Leben einen neuen Sinn geben.

Was geht?

Ein paar Worte zu gesetzlichen und tarifvertraglichen Regelungen für das Sabbatjahr:

Es gibt verschiedene Gesetzte und Tarifverträge, die das Sabbatjahr regeln können. Diese sind in den verschiedenen Staaten und Ländern unterschiedlich. In der öffentlichen Verwaltung in Deutschland und insbesondere bei Beamten gibt es die Möglichkeit eines Sabbatjahres, die gesetzlich geregelt ist. Man kann also durchaus im öffentlichen Dienst tätig sein, verbeamtet oder auch für längere Zeit als Angestellter in der öffentlichen Verwaltung.

Es gibt verschiedene Varianten, ein Shabbtjahr genehmigt zu bekommen und dabei auch weiter eine Absicherung zu haben. Durch Anpassungen von Gehalt/Lohn/Vergütung und ausgedehnte Arbeitszeiten sind Kompensationen möglich, um die Zeit der Freistellung von der beruflichen Tätigkeit auszugleichen. Man kann sich durch Mehrarbeit ein Stundenkonto aufbauen, oder in manchen Branchen und Unternehmen die Möglichkeit der Gleitarbeit nutzen, um sich durch entsprechende Mehrarbeit bzw. Überstunden ein Shabbatjahr zu ‚verdienen‘.

Das sind Formen durch die man auch im Sabbatjahr einen Teil der Bezüge sowie die Sozialversicherung behält. Andere Formen von Shabbatjahr bedeuten, dass jemand von seinen privaten Ersparnissen leben muss. Gerade große Unternehmen ermöglichen langjährig beschäftigten oft ein Shabbatjahr, kleinere Unternehmen können die längere Abwesenheit einer Sevaka/eines Sevakas meistens nicht so gut kompensieren.

Dein Sabbatical bei Yoga Vidya? → Frage bei unserer Rezeption oder unserer Info nach: rezeption@yoga-vidya.de; info@yoga-vidya.de; Tel. 05234/87-0 oder für Mithilfe/Karma Yoga oder Sevaka Mitgliedschaft bei unserer Karma Yoga Betreuung: mithilfe@yoga-vidya.de

Sabbatjahr und Spiritualität

Yoga gibt KraftDu kannst dein Sabbatical auch in einer Yoga-Gemeinschaft machen. Yoga Vidya ermöglicht es den Menschen sogar, für ein Jahr (oder auch länger) Teil der spirituellen Gemeinschaft in einem der vier Yoga Vidya Ashrams zu werden. Wenn du also momentan keine tarifvertragliche oder durch den öffentlichen Dienst vorhandene soziale Absicherung hast, so kannst du z.B. auch bei Yoga Vidya für ein Jahr lang Teil der Lebensgemeinschaft werden und dabei ein Taschengeld bekommen, ebenso wie Sozialversicherungen (Krankenversicherungen, Rentenbeiträge) beziehen. Details werden vor einer auf Beidseitigkeit beruhenden Einigung mit unserem Sevaka-Büro abgesprochen.

Wer ein Jahr lang Teil der spirituellen Lebensgemeinschaft wird, macht Seva, d.h. einen uneigennützigen Dienst für die Gemeinschaft. Dabei wird ein spiritueller Lebensstil (u.a. vegetarisch, keinen Alkohol, keinen Tabak, keine Drogen) gepflegt. Du nimmst Teil am täglichen Satsang, der Meditation und Mantrasingen. Auch tägliche Yogastunden sind wichtig und man kann während der Zeit eine geförderte Ausbildung mitmachen (z.B. die Yogalehrerausbildung) sowie besonders gut und intensiv spirituell praktizieren. Natürlich ist das auch möglich, ohne dass man Sevaka (fester Sevaka) wird, wenn man zum Beispiel über den öffentlichen Dienst oder sein Sabbatjahr durch Gleitarbeitszeit verdient hat und dadurch auch weiterhin für die einjährige Auszeit sozialversichert bleibt – oder auch wenn du z.B. durch Ersparnisse deine gesetzlichen Sozialversicherungen sogar selbst tragen kannst. So gibt es neben der Möglichkeit als Sevaka bei Yoga Vidya auch die Möglichkeit zur sogenannten Mithilfe. [Info: Werde Mithelfer/in]

Neue Kraft für ein inspiriertes, sinnvolles Leben

Nach einem Jahr in einer Yogagemeinschaft gehen Menschen oftmals mit einer neuen Lebensperspektive, mit einer tieferen spirituellen Verankerung, neuer Lebensenergie und Lebensfreude in ihr früheres Leben zurück. Oder sie bekommen die Kraft, ihr Leben neu zu gestalten. Manche entschließen sich sogar dafür, längerfristig bei der Gemeinschaft zu bleiben. Ein Sabbatical bei Yoga Vidya dient hervorragend, um intensiv Yoga zu praktizieren und um viele wertvolle Erfahrungen als Teil einer spirituellen Lebensgemeinschaft zu machen.

Bist du neugierig geworden? Wenn du Interesse an einer Mitarbeit, vielleicht ja sogar an einem Sabbatical oder einem längerfristigen und abgesicherten Leben in der Gemeinschaft bei Yoga Vidya hast, so findest du weitere Informationen unter: 

Videos:

Narendra, Leiter des größten Yoga- und Ayurvedaseminarhauses außerhalb von Indien, ist erfahrener Yogalehrer und lebt seit über 11 Jahren bei Yoga Vidya, einer der größten alternativen Lebensgemeinschaften in Deutschland. Im Webinar hat Narendra das Haus, die verschiedenen Seminar- und Aufenthaltsmöglichkeiten und unterschiedliche Mithelfer- und Mitarbeiter-Modelle bei Yoga Vidya vorgestellt und sprach insbesondere über den persönlichen Nutzen eines Aufenthaltes im Ashram.

Yoga & Meditation Einführung:

Lisas Erfahrungen im Ashram:

Das könnte dich auch interessieren:

 

0 Kommentare zu “Sabbatical, das Sabbatjahr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.