Yoga Wiki über Anpassungsbereitschaft

Wenn ein Schüler nicht weiß, wie er sich seinen Mitschülern anpassen soll, mit denen er zusammenlebt, entstehen Reibereien, und die Freundschaft steht auf dem Spiel. Anpassungsfähigkeit führt dazu, dass eine Freundschaft lange besteht. Ein anpassungsfähiger Mensch kann mit jedem überall auf der Welt zurechtkommen. Jeder liebt diesen Menschen unbewusst. Anpassungsbereitschaft verleiht unermessliche Stärke und grenzenlose Freude. Anpassungsfähigkeit entwickelt Willenskraft.

Ein anpassungsfähiger Mensch muss Opfer bringen. Er bezwingt die Selbstsucht. Ein anpassungsfähiger Mensch wird mit anderen das teilen, was er besitzt. Er muss Kränkungen und Beschimpfungen ertragen. Ein anpassungsfähiger Mensch entwickelt das Gefühl der Einheit oder des Einsseins mit dem Leben. Für das vedantische Sadhana stellt es eine unermessliche Hilfe dar.

Derjenige, der sich anpasst, muss die Gefühle von Mitleid, Abneigung, Verachtung (Ghrina), Geringschätzung und die Idee der Überlegenheit bekämpfen. Er muss mit allen Umgang pflegen. Er muss alle umarmen. Anpassungsfähigkeit einwickelt universelle Liebe und tötet Hass.

Ein anpassungsfähiger Mensch muss alle unfreundlichen Worte gegenüber seinen Mitmenschen meiden. Er muss Geduld und Ausdauer entwickeln. Diese Tugenden werden sich von alleine entwickeln, wenn er bemüht ist, sich einzufügen und anzupassen. Ein anpassungsfähiger Mensch kann in jeder Umgebung leben. Er kann die Hitze von Benares oder Afrikas ertragen, er kann in einer Baracke leben. Er kann an einem frostigen kalten Ort leben. Er entwickelt das Gleichgewicht des Geistes. Er kann extreme Hitze und Kälte verkraften. Anpassungsfähigkeit bringt ihm eventuell Atmajnana. Wer diese vornehme Tugend besitzt, ist ein großer Mensch in allen drei Welten. Er ist immer heiter und erfolgreich.

(Auszug aus dem übersetzten Kapitel über Anpassungbereitschaft aus „How to cultivate virtues und eradicate vices“ von Swami Sivananda) cw

1 Kommentar zu “Yoga Wiki über Anpassungsbereitschaft

  1. Schau mal bitte nach und ändere den Text 🙂
    Es wäre doch schade, das Mitleid – das Karuna – in sich zu bekämpfen.

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