Yoga Wiki über endokrine Drüsen

Endokrine Drüsen gehören zum Hormonsystem und weil sie Hormone produzieren, werden sie auch als Hormondrüsen bezeichnet. Das Wort endokrin stammt aus dem griechischem und bedeutet „nach innen abgebend“. Das bedeutet, die Hormonfreisetzung geschieht in das umliegende Gewebe und da dieses reichlich durchblutet ist, gelangen die Hormone direkt in die Blutbahn. Von dort aus werden sie rasch im ganzen Körper verteilt. So erreichen sie ihren Wirk- und Zielort, nämlich andere Zellen oder auch andere endokrine Drüsen, die wiederum zur weiteren Hormonproduktion angeregt werden.

Die Hormonausschüttung unterliegt einem komplexen Regelkreis, das bedeutet, dass die Hormonfreisetzung nicht von allen endokrinen Drüsen einfach so geschieht, sondern eine Hormondrüse muss erst „gereizt“ werden. Steuerungsinstanz, von der alle Befehle an andere endokrinen Drüsen ausgehen, sind die Hirnanhangdrüse und der Hypothalamus (Zwischenhirn). Da der Körper stetig mit Hormonen versorgt werden muss, damit er reibungslos funktioniert, spielen endokrine eine wichtige Rolle und sind unerlässlich.

Hormone sind Botenstoffe, d.h. sie liefern Informationen. Erst über diese Vermittlung von Informationen werden viele verschiedene Funktionen und Prozesse im Körper reguliert und überhaupt erst in Gang gesetzt. Die wichtigsten Funktionen, die sie gewährleisten sind Stoffwechselprozesse, Wasser- und Elektrolythaushalt, Reifungs- und Wachstumsprozesse sowie die Fortpflanzung. Kommt es zur Unterbrechung der Regelkreise zur Hormonausschüttung, entstehen Störungen der Körperfunktionen und langfristig können sich Krankheiten bilden.

Überall im Körper lassen sich endokrine Drüsen finden und jede einzelne Drüse übernimmt eine andere Hormonproduktion. Wichtige endokrine Drüsen im engeren Sinne  sind die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die Zirbeldrüse (Epiphyse), die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren und Geschlechtsdrüsen.

Yoga hilft

Ein jeder kennt mittlerweile jemanden oder ist vielleicht sogar selbst betroffen, bei dem der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Schilddrüsenunter- oder -überfunktion, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Menstruationsbeschwerden, Beschwerden in den Wechseljahren, bei Männern die sogenannte Midlife Crisis, auch Fruchtbarkeitsstörungen sind einige Störungen im Hormonhaushalt und somit von endokrinen Drüsen.
Faktoren wie Stress, mangelnde und unregelmäßige Bewegung, Umweltgifte, ungünstige Ernährung, ein unregelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus und noch viele andere Faktoren begünstigen ein solches Ungleichgewicht.

Um auf endokrine Drüsen einzuwirken und somit den Hormonspiegel anzuheben, eignet sich Hormonyoga. Entwickelt wurde das ganzheitliche Yoga-Programm von der Brasilianerin Dinah Rodrigues. Es bedient sich  verschiedener Elemente aus verschiedenen Yoga-Richtungen und wirkt gezielt auf alle endokrinen Drüsen, so dass wieder eine Balance vom Körper hergestellt werden kann. Besonders angesprochen werden Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren, Eierstöcke  bzw. Hoden. Bei Frauen hebt sich der Östrogen– und bei Männern der Testosteronspiegel.

Der Unterschied zwischen Hormon-Yoga und Hatha-Yoga besteht darin, dass im Hormon-Yoga eine spezielle Atemtechnik in Kombination mit gezielten, auf die Drüsen einwirkenden Körperhaltungen angewandt wird, so dass ein therapeutischer Effekt auf das Hormonsystem erzielt wird.

Einfluss von Meditation auf endokrine Drüsen

Studien haben gezeigt, dass sich eine regelmäßige Meditationspraxis positiv auf endokrine Drüsen auswirkt. Während der Meditation spielt besonders die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) eine zentrale Rolle. Gefühle, Gedanken und Sinneseindrücke werden hier in ein chemisches Signal umgewandelt und dann weitergeleitet. Positive Gedanken haben hier demnach eine entscheidende Auswirkung.
Die wichtigsten Hormone, die über Meditation beeinflusst werden können sind Endorphine (körpereigenes Schmerzmittel), Serotonin (Glückshormon), Melatonin (Schlafhormon), Cortisol (Stresshormon). Der Hormonlevel positiver Hormone wird angehoben, Stresshormone reduziert.

Mehr erährst du im Yoga Wiki und auch eine Hormonyogastunde als Video. Om. (pdl)

 

 

2 Kommentare zu “Yoga Wiki über endokrine Drüsen

  1. tirionelias

    Hallo –

    danke für den Artikel. Ihr schreibt darin: „Studien haben gezeigt, dass sich eine regelmäßige Meditationspraxis positiv auf endokrine Drüsen auswirkt.“ Da ich gerade einen Vortrag dazu ausarbeite, möchte ich euch bitten, mir die Quellen (der Studien) mitzuteilen. Das wäre super, danke! Herzliche Grüße, tirion

  2. Sehr schöne kompakte Erklärung eines mehr als komplizierten Sachverhaltes. Vielen Dank!

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