Bildungsurlaub bei Yoga Vidya – Aktuelle News und Infos

Fünf oder sogar zehn Tage Bildungsurlaub stehen Arbeitnehmenden pro Jahr zu und das zusätzlich zum regulären Urlaub! Statistiken zufolge machen die wenigsten Arbeitnehmer/innen von dieser Möglichkeit Gebrauch. In diesem Beitrag erhältst Du aktuelle News und Infos zum Bildungsurlaub bei Yoga Vidya, damit Du Dich sicher genug fühlst, um Dein Recht auf Zusatzurlaub zum Zwecke der Weiterbildung bei Deinem Arbeitgeber einzufordern.

Ein Beitrag von Janine

Was ist Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub, Bildungsfreistellung oder auch Bildungszeit bezeichnet die Freistellung von der Arbeit um Zwecke beruflicher und politischer Weiterbildung bei Fortzahlung des Arbeitsentgelts.

Der Anspruch auf eine solche Weiterbildung wird in den Gesetzen der jeweiligen Bundesländer geregelt. Da jedes Bundesland andere Vorgaben für die Anerkennung von Bildungsurlaub hat, prüfen wir jede Anfrage individuell. Bisher gibt es nur in Bayern und Sachsen kein entsprechendes Gesetz. Für Sachsen kann sich das aber schon bald ändern! Mehr dazu erfährst Du weiter unten im Text!

Welche Veranstaltungen werden gefördert?

Veranstaltungen, die für Bildungsurlaub infrage kommen, müssen an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden und wenigstens sechs Unterrichtseinheiten pro Tag umfassen. Außerdem muss die Bildungsveranstaltung in dem Bundesland anerkannt sein, in dem sich der Arbeitsplatz befindet.

Welche Yoga Vidya Aus- und Weiterbildungen sind anerkannt?

In den Yoga Vidya Häusern Westerwald und Bad Meinberg sind fast alle Yoga Vidya Aus- und Weiterbildungen (ab einer Dauer von einer Woche) Veranstaltungen der Akademie der Kulturen NRW und darum für die Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Saarland als gesetzlicher Bildungsurlaub anerkannt.

In den übrigen Bundesländern variieren die Anerkennungen sehr voneinander. Am besten nimmst Du Kontakt zu uns auf, um herauszufinden, ob Deine gewünschte Bildungsveranstaltung als Bildungsurlaub anerkannt ist.

Sachsen aufgepasst: Bildungsurlaub bald auch für Euch möglich?

Künftig sollen Bildungsurlaube endlich auch für Arbeitnehmende in Sachsen möglich sein! Damit der aktuelle Gesetzesentwurf umgesetzt werden kann, müssen von September 2023 bis Mai 2024 mindestens 40.000 Unterschriften von in Sachsen gemeldeten Menschen gesammelt werden! 

Wichtig zu beachten ist, dass die Unterschriften nicht digital, sondern physisch abgegeben werden müssen! Deshalb solltest Du beim nächsten Stadtbummel unbedingt eins der Unterschriftenbüros aufsuchen, die Du auf der zeit-fuer-sachsen Website findest! Jetzt mitmachen und richtig was bewegen!

Bildungsurlaub-Faktencheck

Jetzt bei Yoga Vidya Bildungsurlaub in den Bereichen Yoga und Meditation nutzen

Wer kann Bildungsurlaube beantragen?

Alle Arbeitnehmer/innen, Angestellte und Auszubildende, die seit mindestens sechs Monaten in einem Beschäftigungsverhältnis sind.

Welche Anforderungen muss der Arbeitgeber erfüllen?

Der Arbeitgeber muss über mehr als 10 Beschäftige verfügen.

Wie viele Tage pro Jahr stehen mir zu?

Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr. Einige Arbeitgeber genehmigen auch 10 Tage am Stück alle 2 Jahre, dies ist jedoch mit dem Arbeitgeber individuell auszuhandeln.

Wer übernimmt die Kosten?

Die Kosten der Bildungsveranstaltung trägt der Arbeitnehmer, während der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung sicherstellt.

Welche Voraussetzungen und Fristen müssen eingehalten werden?

In den meisten Bundesländern muss der formlose Antrag auf Bildungsurlaub mindestens sechs Wochen vor Beginn der Bildungsveranstaltung beim Arbeitgeber eingereicht werden. Der Arbeitgeber muss innerhalb von drei Wochen nach der Antragstellung schriftlich darüber entscheiden. Sollte der Arbeitgeber in dieser Zeit nicht ablehnen, gilt der Antrag als genehmigt.

Welche Unterlagen sind einzureichen?

Neben dem formlosen Antrag ist eine Bescheinigung über die Anerkennung von Bildungsurlaub beim Arbeitgeber vorzulegen. Diese erhältst Du direkt von uns.

Darf der Arbeitgeber die Bildungsveranstaltung ablehnen?

Den Antrag auf Bildungsurlaub darf Dein Arbeitgeber nur ablehnen, wenn zwingende betriebliche Gründe gegen das Fernbleiben Deiner Arbeitskraft vorliegen oder wenn Dein gewünschter Antrag mit den Urlaubsanträgen anderer Arbeitnehmer/innen nicht zu bewerkstelligen ist.

Die Weiterbildung darf Dein Arbeitgeber unter Umständen ablehnen, wenn ein Mindestnutzen für das Unternehmen ausbleibt. Allerdings ist in den Gesetzen der meisten Länder die Wahlfreiheit bei der Aus- und Weiterbildung explizit festgeschrieben. Bildungsurlaub soll auch der (gesellschafts-) politischen und kulturellen Bildung dienen und somit zur Persönlichkeitsentwicklung der Arbeitnehmer/innen beitragen.

Welche Schritte sind notwendig, um Bildungsurlaub zu beantragen?

  1. Prüfe, ob Dein Arbeitgeber und Du die o.g. Voraussetzungen auch erfüllen.
  2. Such Dir eine Aus- und Weiterbildung aus unserem Seminarangebot aus.
  3. Fordere eine Bescheinigung zur Vorlage bei Deinem Arbeitgeber über das Kontaktformular auf unsere Homepage an
  4. Reiche die Bescheinigung zusammen mit einem formlosen Antrag auf Bildungsurlaub ca. 6 Wochen vor Seminarbeginn bei Deinem Arbeitgeber ein.
  5. Buche die Bildungsveranstaltung verbindlich über unsere Homepage, sobald Dein Arbeitgeber dem Bildungsurlaub zugestimmt hat.

Wir freuen uns auf Deine Anfrage! Das Kontaktformular sowie weitere Infos zum Bildungsurlaub bei Yoga Vidya findest Du hier:

6 Kommentare zu “Bildungsurlaub bei Yoga Vidya – Aktuelle News und Infos

  1. Claudia Selle

    Liebes Yoga-Vidya-Team,
    könnt Ihr mir bitte mitteilen, ob es 2024 bzw. welche Seminare es bei Yoga Vidya gibt, die in Rheinland-Pfalz als Bildungsurlaub anerkannt werden?
    Herzlichen Dank!
    Claudia Selle

    • Liebe Claudia,
      vielen Dank für Dein Interesse an einem Bildungsurlaub bei Yoga Vidya.
      Bitte sende uns eine E-Mail an bildungsurlaub(at)yoga-vidya.de, damit wir Dir eine Übersicht zukommen lassen können.
      Sonnige Grüße
      Janine

  2. Sperling, Ilona

    Bildungsurlaub: meine Erfahrung;
    um Bildungsurlaub genehmigt zu bekommen, muß das Bildungsangebot explizit in der Ausschreibung / Internetseite z. B. auf der Webseite Bildungsurlaub.de oder im Portfolio eines Weiterbildungsträgers der jeweiligen Bundesländer – für NRW z. B. beim LIW e. V.- als solches zu den Bedingungen des Bundesurlaubgesetzes in Abstimmung mit den Erfordernissen der Bundesländern für alle als Bezugsquelle einsehbar sein. Hier fand bereits eine Vorprüfung des Bildungsangebotes von offizieller Seite zwecks Anerkennung statt und wird vom „Arbeitgeber“ nicht mehr in Frage gestellt.

    Für einen 10tägigen Bildungsurlaub muß die Übertragung der fünf Tage auf das Folgejahr schriftlich erfolgen!
    Wer z. B. in der Betriebssportgruppe Yoga unterrichtet, hat gute Chancen Yogakurse als Weiterbildung anerkannt zu bekommen.

    Viel Erfolg!

  3. Muss denn ein Bildungsurlaub immer eine Weiterbildung sein? Ich kenne es anders. Dass es eben nichts unmittelbar mit einem Beruf zu tun haben muss. Es könnte doch eigentlich auch ein Achtsamkeitsseminar sein. Das bringt dem Abeitnehmer doch auch viel. Schade, denn ich hätte gern eben so ein Seminar bei Yoga Vidya als Bildungsurlaub gemacht.

    • Liebe Andrea,

      vielen Dank für Dein Interesse an einem Bildungsurlaub bei Yoga Vidya. Von einigen Bundesländern sind eine Hand voll Seminare als Bildungsurlaub anerkannt. Zu 90% sind es jedoch Aus- und Weiterbildungen. Stell uns gerne Deine individuelle Anfrage per Telefon (05234-87 2203) oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage: https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/bildungsurlaub/

      Sonnige Grüße
      Janine

  4. Thomas Nagel

    Leider ist die Genehmigung durch den Arbeitgeber für einen Bildungsurlaub, der “fachfremd” zur eigenen Tätigkeit ist, nicht immer so einfach zu bekommen. In NRW darf der Arbeitgeber das ablehnen. (Andere Bundesländer kann ich nicht beurteilen.) Es lohnt sich also, frühzeitig bei der Personalabteilung nachzufragen. Ich habe als Betriebsrat leider Ablehnungen gehört, die nicht so leicht nachvollziehbar waren. Leider ist es so, dass der Arbeitgeber das nach “billigem Ermessen” entscheiden darf. Man hat zwar ein Klagerecht – aber wer will deswegen zum Arbeitsgericht gehen? Wenn es in Eurem Berieb einen Betriebsrat gibt, dann fragt besser dort nach.
    Om Shanti.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.