Erfahrungsbericht Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar

Ayurveda Ernährung

Als großer Fan vom Ayurveda überlegte ich seit einiger Zeit, ob ich eine Ayurveda Ausbildung bei Yoga Vidya absolvieren sollte und beschloss, das Vorbereitungsseminar als Entscheidungshilfe zu nehmen.

An einem Freitagabend um 21 Uhr begann das Seminar nach dem Satsang mit gut gelaunten neun Teilnehmern. Der Seminarleiter, der auch Sevaka im Ashram Bad Meinberg und Ayurveda Acharya ist, sorgte mit seiner freundlichen Ausstrahlung für eine angenehme Stimmung. Als kleines Extra, versprühte eine eiförmige Lampe mit wechselnden Farben auch optisch eine freundliche Atmosphäre.

Nanda im Ayurveda Seminar
Ayurveda Bücher

Wie immer bei Yoga Vidya wurde anfangs 3x Om und ein eingängiges Mantra gesungen. Es ging los mit einigen allgemeinen Informationen zu Yoga Vidya und den Hausregeln (u.a. vegetarisches Essen, Schweigezeiten). Ebenfalls bekamen wir Informationen, wie das Seminar an den nächsten beiden Tagen ablaufen würde. Im Anschluss gab es eine Vorstellrunde, in der jeder kurz seine Motivation für den Besuch des Seminars darlegte. So bekam man einen guten Eindruck von der Gruppe, die bereits sehr harmonisch wirkte.

Auf Wunsch des Seminarleiters erzählten wir, welche Erwartungen wir an das Seminar hatten. So wie ich, hatten die meisten anderen Teilnehmer den Wunsch, am Ende genau zu wissen, welchen nächsten Schritt sie für ihre Ayurveda Ausbildung bzw. Seminar gehen wollten. Und dafür wurde dieses Seminar ja letztlich auch konzipiert. Um 22 Uhr beendeten wir den ersten Abend und gingen zufrieden und mit Vorfreude auf den Rest des Seminars ins Bett.

Am nächsten Morgen um kurz nach 8 Uhr starteten wir den Seminar-Tag mit einer kurzen Befindlichkeitsrunde. Da alle gut geschlafen hatten und ausgeruht waren, ging es direkt mit einer interessanten Präsentation über Ayurveda los.

Einführung ins Ayurveda in Theorie

Die Inhalte der Präsentation wurden zügig und dennoch recht ausführlich behandelt. Aufkommende Fragen konnten wir sofort stellen und bekamen sie direkt beantwortet. 

Eine Frage die sich vielen anfangs stellt ist: Was heißt Ayurveda?

Ayurveda kommt aus dem altindischen und bedeutet die „Wissenschaft vom Leben“ (Ayur = Leben, Veda = Wissen).

Der Ursprung des Ayurveda stammt von den indischen Rishis, die mithilfe des Wissens aus den Veden (alte indische Schriften) diese ganzheitliche traditionelle Heilkunst gründeten. Das Ziel war das Sicherstellen von Gesundheit, Ausgewogenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden.

Ayurveda Gesundheit

Ist Ayurveda zeitgemäß?

In der Naturheilkunde sagt man gerne: „Wer heilt, hat recht.“ So gesehen hat Ayurveda höchste Aktualität und hilft auch heute noch vielen Menschen weltweit ihre kleineren und größeren Leiden in den Griff zu bekommen. Heutzutage kann man wohl guten Gewissens sagen, dass sich die moderne westliche Medizin (die ihren Ursprung im Ayurveda hat) und das ayurvedische Wissen um Gesundheit und Heilung sich wunderbar ergänzen. Ayurveda deckt dabei viele Wissenschaftsbereiche ab wie bspw. die Chirurgie, die Innere Medizin und Verjüngung.

Die Entstehung und Themen des Ayurveda

Der Arzt und Mitbegründer von Ayurveda „Sushruta“ gilt als der erste indische Chirurg. Seine  Abhandlung zum Thema Medizin und Chirurgie „Sushruta Samhita“ gilt als eine der Grundlagentexte der Ayurveda-Tradition. 

Krankheiten im Ayurveda entstehen bspw. durch „Ama“ (Schlacken und Giftstoffe) und diese wiederum haben ihren Ursprung wenn z.B. das „Agni“ (Verdauungsfeuer) gestört ist.

Die eigene Gesundheit kann dank Ayurveda jeder selbst in die Hand nehmen, zum Beispiel indem die „Doshas“ (Kann übersetzt werden mit : „das, was Probleme verursachen kann“) in Balance gebracht werden oder mit einer großen Reinigungskur „Panchakarma“, die von einem Arzt begleitet wird.

Die Ayurveda-Präsentation zeigte uns die vielfältigen Möglichkeiten des Ayurveda auf. So wurden neben Hilfsmittel für die Selbsthilfe (Nahrung, Gewürze, Reinigungstechniken, etc.) auch Massagen, die 5 Elemente (Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde) und deren Eigenschaften sowie die 3 Konstitutionstypen (Pitta, Vata und Kapha) näher beleuchtet.

Auch Diagnoseverfahren wie die Pulsdiagnose und wie man die Kräfte der Zeit optimal nutzen kann und einiges mehr wurden knapp besprochen.

Ayurveda Kräuter

Nachdem wir viele neue Sanskrit Begriffe lernen durften und einen spannenden Überblick vom Ayurveda bekamen, händigte uns der Seminarleiter einen 6-seitigen Dosha-Test aus, den wir in der Pause ausfüllen sollten. Dafür benötigte ich ca. 15 Minuten.

Nach der Pause bekam jeder Teilnehmer ein Skript mit weiteren Informationen zum Ayurveda und Seminaren bzw. Ausbildungen im Haus Yoga Vidya sowie ein hübsches Poster mit den Themen „Ernährung nach Ayurveda“ und „Gesund und schön durch Ayurveda“.

Der Seminarleiter beendete seine Präsentation und es ging weiter mit einer Fragerunde. Im Anschluss verriet jeder das Ergebnis seines Dosha-Tests und der Seminarleiter gab eine kurze Einschätzung und Tipps zur Lebensführung und Ernährung.

Einführung ins Ayurveda in Praxis

Jetzt kamen wir zum praktischen Teil des Seminars. Für eine Selbstmassage setzten wir uns in einen Kreis, jeder blieb auf seinem Stuhl, und da wir bekleidet waren, verwendeten wir für die Massage kein Öl, um die Kleidung nicht zu beschmutzen.

Der Seminarleiter machte die Massage Bewegungen vor und wir machten sie mit einem leichten Lächeln im Gesicht nach und merkten sofort, wie gut die Aufmerksamkeit auf das Körperliche und die Massage der Muskeln und Knochen tat.

Danach konnten wir uns auf eine Tee-Verkostung freuen, bei der uns anfangs nicht verraten wurde welchen Dosha-Tee (Pitta, Vata und Kapha) wir tranken. Es war witzig zu sehen, wie unterschiedlich die Geschmäcker waren. Passend zu unseren Dosha-Typen mundeten die verschiedenen Tees ohne Ausnahme den jeweiligen Personen.

Wir beendeten den Samstag um 18 Uhr und fanden uns am nächsten Morgen um kurz nach 8 Uhr wieder ein, um für einige Stunden weiter über Ayurveda und Ayurveda-Ausbildungen im Haus Yoga Vidya zu sprechen.

Ernährung im Ayurveda

Ayurveda Ernährung

Der Fokus am Sonntagvormittag lag vor allem auf der allseits bekannten Ayurveda Ernährung, wofür wir uns das bereits oben erwähnte Poster zur Veranschaulichung vornahmen. Der Seminarleiter gab Empfehlungen für jeden Dosha-Typ und räumte alle persönlichen Zweifel aus dem Weg bzw. konnte alle Fragen zum Thema Ernährung sehr zufriedenstellend beantworten.

Erwähnenswert ist hier auch die Herangehensweise des veganen Ayurveda bei Yoga Vidya. Anstelle von Ghee (Butterschmalz) wird bspw. Leinsamenöl verwendet.

Um 12:30 Uhr endete das Seminar pünktlich und mit zufriedenen Gesichtern. Einige Teilnehmer hatten bereits beschlossen, ihr neu erworbenes Wissen in einer Ayurveda Ausbildung bei Yoga Vidya zu vertiefen.

Seminar: Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar →

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