Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar: ein Erfahrungsbericht

Sylvia
Von Sylvia
Lesezeit: 7 Min

Als Ayurveda-Begeisterte:r möchtest du vielleicht herausfinden, ob eine Ayurveda Ausbildung das Richtige für dich ist. Das Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar bei Yoga Vidya bietet dir dafür einen praxisnahen Einblick – mit Theorie, Selbsterfahrung und vielen Momenten der Klarheit. In diesem Erfahrungsbericht erfährst du, wie das Seminar abläuft, welche Inhalte dich erwarten und wie es dir helfen kann, deine nächsten Schritte auf deinem Ayurveda-Weg zu erkennen.

Der erste Abend: Überblick & Orientierung

Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar: Nanda als Vortragender

Als großer Fan des Ayurveda überlegte ich seit einiger Zeit, ob ich eine Ayurveda Ausbildung bei Yoga Vidya absolvieren sollte, und entschied mich, das Vorbereitungsseminar als Entscheidungshilfe zu besuchen.

Am Freitagabend startete das Seminar um 21 Uhr nach dem Satsang mit neun gut gelaunten Teilnehmenden. Der Seminarleiter – Sevaka im Ashram Bad Meinberg und Ayurveda Acharya – sorgte mit seiner freundlichen Art sofort für eine warme, offene Atmosphäre. Eine kleine, eiförmige Lampe mit wechselnden Farben rundete die Stimmung ab.

Wie immer bei Yoga Vidya sangen wir zu Beginn 3-Mal Om und ein eingängiges Mantra, bevor es erste Informationen zu Yoga Vidya und den Hausregeln (u.a. vegetarisches Essen und Schweigezeiten) gab. Anschließend stellte der Seminarleiter den Ablauf der kommenden zwei Tage vor.

In der Vorstellrunde teilte jede Person ihre Motivation, und die Gruppe wirkte von Anfang an sehr harmonisch. Viele erwarteten – genau wie ich –, am Ende des Wochenendes mehr Klarheit über ihren weiteren Weg im Ayurveda zu haben. Um 22 Uhr endete der erste Abend und wir gingen zufrieden und mit Vorfreude auf die kommenden Tage ins Bett.

Einführung in die Ayurveda-Theorie im Rahmen des Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminars

Der nächste Morgen begann um kurz nach 8 Uhr mit einer kurzen Befindlichkeitsrunde. Da alle ausgeschlafen waren, starteten wir direkt mit einer informativ gestalteten und kurzweiligen Präsentation über Ayurveda. Aufkommende Fragen konnten wir sofort stellen und bekamen direkt Antwort.

Was bedeutet Ayurveda?

Viele fragen sich zu Beginn: Was heißt Ayurveda?

Ayurveda stammt aus dem Altindischen und bedeutet „Wissenschaft vom Leben“ (Ayur = Leben, Veda = Wissen). Die alten Rishis entwickelten dieses Wissen auf Basis der Veden (alte indische Schriften), um Gesundheit, Zufriedenheit, Ausgewogenheit und ganzheitliches Wohlbefinden zu fördern.

Ein weiser Lehrer sitzt meditativ auf einem Steinsockel und unterrichtet Schüler in einer alten Landschaft – Szene erinnert an traditionelle Ayurveda-Lehre im Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar.

Ist Ayurveda heute noch aktuell bzw. zeitgemäß?

In der Naturheilkunde sagt man gerne: „Wer heilt, hat recht.“ So gesehen hat Ayurveda höchste Aktualität und hilft auch heute noch vielen Menschen weltweit ihre kleineren und größeren Leiden in den Griff zu bekommen. Heutzutage kann man wohl guten Gewissens sagen, dass sich die moderne westliche Medizin (die ihren Ursprung im Ayurveda hat) und das ayurvedische Wissen um Gesundheit und Heilung sich wunderbar ergänzen. Ayurveda deckt dabei viele Wissenschaftsbereiche ab wie bspw. die Chirurgie, die Innere Medizin und Verjüngung.

Entstehung, Grundlagen und zentrale Konzepte

Der Arzt Sushruta, Mitbegründer des Ayurveda, gilt als erster Chirurg Indiens. Seine Schrift Sushruta Samhita über Chirurgie in der Medizin zählt zu den zentralen Grundlagen der Ayurveda-Tradition.

Krankheiten entstehen im Ayurveda u.a. durch Ama (Schlacken/Gifte), meist verursacht durch ein geschwächtes Agni (Verdauungsfeuer). Die eigene Gesundheit kann dank Ayurveda jeder selbst in die Hand nehmen, zum Beispiel, indem die Doshas – Vata, Pitta und Kapha – in Balance gebracht werden, wozu auch ärztlich begleitete Reinigungskuren wie Panchakarma dienen.

Die Präsentation zeigte zudem die fünf Elemente (Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde), aus denen sich auch die 3 Konstitutionstypen zusammensetzen – inkl. ihrer Eigenschaften –, Diagnosemethoden wie die Pulsdiagnose und viele praktische Selbsthilfemöglichkeiten (Ernährung, Gewürze, Routinen, Reinigungstechniken, Massagetechniken). Auch wurde darauf eingegangen, wie man die Kräfte der Zeit optimal für sich nutzen kann.

Während der Pause füllten wir einen 6-seitigen Dosha-Test aus (ca. 15 Minuten). Anschließend erhielten wir ein umfangreiches Skript sowie ein Poster zur ayurvedischen Ernährung.

Nach der Fragerunde teilte jede Person ihr Dosha-Ergebnis und bekam Tipps zur Lebensführung und Ernährung.

Verschiedene Schalen mit frischen Ayurveda-Kräutern und Blüten auf einem Holztisch – traditionelle Pflanzenkunde, wie sie im Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar vermittelt wird

Ayurveda erleben: Selbstmassage & Tee-Verkostung

Im Praxisteil setzten wir uns für eine einfache Selbstmassage im Kreis zusammen. Da wir bekleidet waren, arbeiteten wir ohne Öl, um die Kleidung zu schonen. Der Seminarleiter führte die Bewegungen an, und schon nach wenigen Minuten spürte ich die wohltuende Wirkung der Aufmerksamkeit auf die Körperteile.

Danach folgte eine kleine Tee-Verkostung mit den drei Dosha-Tees (Vata, Pitta, Kapha) – ohne vorher zu verraten, welcher Tee welcher war. Es war witzig zu sehen, wie unterschiedlich die Geschmäcker waren. Passend zu unseren Dosha-Typen mundeten die verschiedenen Tees ohne Ausnahme den jeweiligen Personen.

Um 18 Uhr endete der Seminartag.

Ayurvedische Ernährung im Fokus des Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminars

Vielfältige ayurvedische Gewürze wie Kurkuma, Chili, Pfeffer und Kräuter in kleinen Schalen – typische Gewürzkunde im Ayurveda Ausbildung Vorbereitungsseminar.

Am Sonntagmorgen um kurz nach 8 Uhr trafen wir uns erneut. Der Schwerpunkt lag auf der ayurvedischen Ernährung, anhand des Posters, das wir bereits erhalten hatten.

Der Seminarleiter erklärte ausführlich, welche Lebensmittel, Gewürze und Zubereitungen für welches Dosha empfehlenswert sind. Alle persönlichen Zweifel wurden aus dem Weg geräumt bzw. konnte alle Fragen zum Thema Ernährung sehr zufriedenstellend beantwortet werden.

Erwähnenswert ist hier auch die Herangehensweise des veganen Ayurveda bei Yoga Vidya. Anstelle von Ghee (Butterschmalz) wird bspw. Leinsamenöl verwendet.

Um 14:30 Uhr endete das Seminar pünktlich und mit zufriedenen Gesichtern. Viele Teilnehmende fassten bereits den Entschluss, ihr neues Wissen in einer Ayurveda-Ausbildung bei Yoga Vidya zu vertiefen.

Fazit: Ein Seminar, das Klarheit schenkt

Das Vorbereitungsseminar hat mir auf inspirierende Weise gezeigt, wie vielfältig und tief Ayurveda ist – und wie gut die Ausbildung zu meinen Interessen passt. Wenn du überlegst, in die Ayurveda-Welt einzutauchen, kann dir dieses Seminar helfen, deinen Weg klarer zu sehen und ins Fühlen zu kommen.

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