Hatha-Yoga (6): Pranayama

Gut meditiert und innerlich entspannt? Dann kann’s ja losgehen mit den Asanas. Aber ach, nein, die richtige Vorbereitung kommt erst noch. Vermutlich kann jeder ein Lied davon singen, dass man beim Hatha-Yoga und auf dem Weg zum wahren Selbst manchmal ganz schön viel Kraft, Nerven und Standvermögen braucht. Damit einem in solchen Stürmen nicht gleich die Luft ausgeht, gibt es nichts Besseres als Atemtechniken.

Echte Yogis üben Pranayama gleich mehrere Stunden pro Tag. Den Rest verbringen sie, wie man hört, mit sagenumwobener Energie, Tatkraft und Erleuchtungszuständen. Aber Vorsicht! So viel ungewohnte Energie kann den Körper auch schnell mal durcheinander bringen. Ein paar Runden Pranayama am Morgen und vor dem Yoga können ausreichen, um den Körper für den Rest des Tages mit Energieschüben zu versorgen. Wer das nicht glaubt – ausprobieren. Hier drei Atemtechniken aus dem Hatha-Yoga in aller Kürze:
Kapalabhati
, die Atemtechnik für Geistesblitze und einen klaren Kopf: „Strahlender Schädel“ oder „Scheinender Kopf“. Wunderbar, um Lunge und Nase zu reinigen (im Zweifelsfall Taschentuch parat legen), den Körper mit frischem Sauerstoff und den Geist mit positiver Energie aufzuladen.
Wechselatmung
, die Atemtechnik für’s innere Gleichgewicht. Wer sich öfter mal von inneren Monologen der Art „Soll-ich-oder-soll-ich-nicht“ quälen lässt, kann damit wunderbar alle gegensätzlichen Energien im Körper ausgleichen. Alle anderen natürlich auch…
Die vollständige Yoga-Atmung, die Atemtechnik für innere Ruhe. Eine prima Übung für Asanas, nervigen Alltag und alle heiklen Lebenslagen. Einige tiefe Atemzüge quer durch Bauch, Brust und Lunge:danach bringt einen so leicht nichts mehr in Rage. Solltest du jetzt den Eindruck haben, dass dir von Zeit zu Zeit ein Schwung neuer Energie nicht schaden würde, dann nichts wie los. Pranayama geht zur Not auch mal ohne Asanas. Und wenn du alleine keine Lust hast: leichter geht’s zusammen mit anderen im Seminar, in der individuellen Yoga-Kur oder bei einer kleinen Yoga-Auszeit.

Dietlind Arndt lebt und arbeitet zur Zeit als Praktikantin bei Yoga Vidya in Bad Meinberg – und kommentiert in dieser Serie Stück für Stück einzelne Elemente aus der Hatha-Yoga-Praxis.

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