Yoga Wiki über Bhagavan Nityananda

Es gibt sie auch unserer Zeit, die christusgleichen und Wunder vollbringenden Heiligen. Einer von ihnen ist Bhagavan Nityananda, ( * November/Dezember 1897 in Koyilandy, Kerala, † 8. August 1961in Vajreshwari, Maharashtra), auch Bade Baba, der ältere Baba, genannt. Er war ein selbstverwirklichter Meister und indischer Guru, der in West- und Südindien als einer der größten Heiligen unserer Zeit verehrt wird.

Schon um Bhagavan Nityanandas Geburt ranken sich wundersame Gerüchte. So soll er einem Bericht zufolge von seiner Stiefmutter Uniamma in einem Dschungeltempel gefunden worden sein, wo er von einer riesigen Schlange bewacht wurde. Diese umkreiste den Neugeborenen dreimal und verschwand danach, um somit die Verantwortung der Aufzucht an Uniamma zu übertragen.

Einem anderen Bericht zufolge krächzten Krähen und machten eine im Dschungel Holz sammelnde Frau auf den verwaisten Säugling aufmerksam. Diese nahm das Kind und gab es Uniamma, weil sie selbst bereits eine große Familie hatte.

Bhagavan Nityananda wurde der Name Rama gegeben, der u.a. für das Erkennen der Glückseligkeit steht. Seine Stiefeltern starben als er 3 und 6 Jahre alt war und so wuchs er fortan bei dem Rechtsanwalt Ishwara Iyer auf. Dieser brachte ihn früh mit den heiligen Schriften in Kontakt und nahm ihn auf Pilgerfahrten mit. Im Alter von 10 Jahren trennte sich Rama von Iyer und zog sich in den Himalaya zurück. Mit 16 kam er zu dem sterbenden Iyer zurück und segnete ihn auf seinen Wunsch. Iyer hatte daraufhin die lang ersehnte Vision von Gott Surya und nannte Rama „Bhagavan Nityananda“ – der, der die Glückseligkeit bringt.

Wiki1Für Bhagavan Nityananda folgte eine lange Zeit der Wanderschaft, die ihn vor allem durch Südindien, aber auch nach Burma und Sri Lanka führte. Bhagavan Nityananda heilte Kranke und linderte das Leiden vieler Menschen. Er stoppte Eisenbahnzüge, schlief auf einem Seil, das zwischen 2 Fenstern gespannt war, wurde schwebend in einer Scheune gesehen und vollzog Arati mit unsichtbaren Händen. Bhagavan Nityananda ließ Steine, mit denen er zu seiner Vertreibung beworfen wurde, verschwinden, so dass er nicht getroffen wurde. Seine Anhänger versicherten, dass er Menschen half, ihre Kundalini Energie zu erwecken und er die Fähigkeit besaß, Shaktipat zu geben. Bhagavan Nityananda ließ 2 Ashrams bauen, einen in Kanhangad und einen in Ganeshpuri. Da es kein Geld für die Arbeiter gab, materialisierte er es, holte es aus seinem Lendenschurz oder schickte die Arbeiter an Orte, wo diese dann ihren exakten Lohn fanden. Bhagavan Nityananda war ein großer Unterstützer der Adivasis, der indigenen Urbevölkerung, die von großen Teilen der Restbevölkerung abgelehnt und verachtet wird. Er baute eine Schule und sorgte für Essen und Kleidung für diese.

Ein sehr einfaches Leben führend, befand sich Bhagavan Nityananda die meiste Zeit in einem überbewussten Zustand, sorglos und kindlich. Seine Art zu lehren bestand hauptsächlich darin, mit seinen Schülern zusammenzusitzen. Einige Aufzeichnungen sind in der „Chidakash Gita“ zusammengetragen. Gleichzeitig kamen die Menschen vor allem aus Gier und zur Erfüllung Ihrer materiellen Wünsche zu ihm und Bhagavan Nityanandas Wunsch nach einem Schüler, der ihm aus reiner Liebe dienen und sein Leben ausschließlich der Liebe zu Gott widmen würde, erfüllte sich nicht. Aus diesem Grund ging Bhagavan Nityananda am 8.08.1961 ohne einen Nachfolger in Mahasamadhi ein. (m)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar zu “Yoga Wiki über Bhagavan Nityananda

  1. Swami Muktananda, der Gründer von Siddha Yoga erhielt von Bhagavan Nityananda 1947 die Shaktipat Einweihung, blieb selber in Ganeshpuri in der Nähe von Bhagavan Nityananda und gründete später am gleichen Ort in Ganeshpuri seinen Ashram. Als Erinnerung und Dankbarkeit an seinen Meister erhielt später der Bruder seiner engsten Schülerin Gurumayi Chidvilasananda den Namen Swami Nityananda. Im Ashram in Ganeshpuri wird jeden Tag die Guru Gita rezitiert, ein Dialog zwischen Shiva und Parvati aus der Skanda Purana. Aus der Guru Gita stammen auch die Verse des Guru Stotram, die in unserem Kirtanheft unter 690 zu finden sind. Om Shanti Nirmala

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