Ayurvedische Lebensführung: Lifestyle der jung und lebendig hält

Zu dem spannenden Thema „Ayurvedische Lebensführung: Lifestyle der jung und lebendig hält“ zeigte Galit Zairi auf dem 9. Ayurveda Kongress bei Yoga Vidya Bad Meinberg verschiedene Möglichkeiten auf, um ayurvedische Richtlinien den individuellen Gewohnheiten anzupassen und praktikable Lösungen für den Alltag zu finden.

Die heutige Zeit stellt an die Menschen besondere Herausforderungen. Durch die rasante Informationsverbreitung und die modernen Möglichkeiten der Kommunikation fällt es oft nicht leicht, Raum für sich selbst zu schaffen. Die Interaktion mit der Umwelt fordert uns und stellt Ansprüche, denen wir irgendwie gerecht werden müssen.

OM Shanti rückt im Trubel des Alltags oft in den Hintergrund. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, mit sich selbst rücksichtsvoll umzugehen und keinen innerlichen Stress entstehen zu lassen. Der innere Friede ist es, der uns in diesen Situationen Kraft und Raum gibt zu entscheiden, wie ich mit den äußeren Umständen umgehe. 

Galit ZairiGalit betont, dass Ayurveda besonders in der heutigen Zeit nicht nur das Leben verlängern soll, sondern vor allem die eigene Lebensqualität steigern kann, ganz nach dem Motto: Dem Leben nicht einfach mehr Jahre hinzufügen, sondern den Jahren ‚mehr Leben‘ beizugeben.

Ayurveda bietet im traditionellen System sehr genaue Anweisungen wie man Körper, Geist und Seele in Einklang bringt und hält und sich so ein paar zusätzliche Jahre sichern kann. Doch stellen uns diese Praktiken oft vor ein großes Problem: wir haben einfach nicht genügend Zeit. Will man den Berufsalltag, Familie und Freunde unter einen Hut bekommen, sich gelegentlich entspannen oder einem Hobby nachgehen, kann es sehr schwierig werden mit Dinacharya, dem ayurvedischen Tagesablauf.

Was gut tut

So ist es umso wichtiger, nicht in ein blindes Verfolgen von Empfehlungen zu verfallen, sondern mehr Selbstbeobachtung zu betreiben um herauszufinden, was gut tut und was zu mehr Leichtigkeit im Alltag führt. Galit betont, dass besonders die innere Einstellung darüber entscheide, ob sich eine positive Wirkung einstellt. Wenn man zu viel Zeit aufbringt um in der Zukunft gesund zu sein, verbringt man weniger Zeit in der Gegenwart. Dabei ist das verweilen im Sein der Gegenwart für die Gesundheit von großer Bedeutung, da sie uns zu uns selbst führt und uns hilft, uns selbst besser kennen zu lernen.

Wir können so entscheiden ob etwas zu uns passt oder nicht, können selbstverantwortlich werden für unsere Gesundheit. Wir lernen unseren individuellen Ayurveda zu gestalten – z.B. mit mehr Leichtigkeit in unseren Alltag zu integrieren was uns gut tut und auf Dinge, die nicht passen oder sich nicht realisieren lassen, zu verzichten. Dies ist die gesündeste Form von Ayurveda, da wir so keinen inneren Druck aufbauen, mehr das Leben und uns selbst bejahen und „im Fluss“ bleiben. So können beispielsweise die Reinigungstechniken auf verschiedene Tage verteilt werden, falls die Zeit nicht reicht und es bleibt genügend Raum für individuelle Gewohnheiten und Bedürfnisse.

Kraft der Gedanken und mehr Achtsamkeit

Galit verweist auch auf die Kraft der Gedanken, um mehr Bewusstheit in unsere Handlungen zu bringen. So könne der Tagesrhythmus auch mit Affirmationen unterstützt werden. Unser Körper will die Natur und ihren Rhythmus integrieren. Dies sei auch auf der subtilen Ebene mit unserem Bewusstsein möglich. Wir können unsere Handlungen mit unserem bewussten Sein verbinden und so auch dem Tagesrhythmus etwas achtsamer begegnen.

Diese Achtsamkeit kann man speziell auch in die Essgewohnheiten einfließen lassen. Die Einteilung in die Doshas gibt uns Aufschluss darüber, wie wir uns entsprechend unserer Konstitution und unserem Stoffwechseltyp ernähren können. So können wir unter Berücksichtigung unseres Doshas bei den Mahlzeiten unseren Rhythmus unterstützen und mit der Ernährung direkten Einfluss nehmen auf unser Wohlbefinden. Eventuelle Unausgeglichenheiten können direkt behoben werden und es fällt uns leichter in unserer Mitte zu bleiben.

Richtiges Feuer entwickeln

Ziel ist es Agni, das Verdauungsfeuer zu aktivieren. Agni beherrscht unseren ganzen Stoffwechsel, ist für die Resorption der Nährstoffe und somit auch für den Aufbau der Körpergewebe mitverantwortlich. Agni liebt die Regelmäßigkeit. Daher ist eine Nahrungsaufnahme zu bestimmten Zeiten am besten. Um das Verdauungsfeuer zu aktivieren braucht es Luft, also Prana. Aus diesem Grund soll der Magen nicht bis zum Rand gefüllt werden, sondern ein Drittel leer bleiben. Hier ist es individuell wie sich eine größere Menge Nahrung auf den Organismus auswirkt. In der Regel fällt es Pitta Typen etwas leichter auch mal eine größere Portion zu verdauen ohne dass es zu Beschwerden oder Unausgeglichenheit kommt, da sich dieser Typ durch ein starkes Feuer auszeichnet. Generell sollte während den Mahlzeiten nicht getrunken werden um das Feuer nicht zu löschen. Schwierig wird es nun mit der Empfehlung alle Geschmacksrichtungen in die Mahlzeit zu integrieren. Süß, salzig, sauer, scharf, zusammenziehen und bitter.

Wenn man nicht gerade die Möglichkeit hat sich an einem Ayurvedischen Buffet zu bedienen, gestaltet sich die Zubereitung der Mahlzeiten ziemlich zeitintensiv. So kann man vielleicht versuchen, einmal am Tag mehrere Geschmacksrichtungen zu integrieren. Besonders wichtig ist die Qualität der Nahrung: bio, saisonal und regional!

Auch hier betont Galit die Wirkung der Gedanken und der Einstellung zum essen. Positive Gedanken feuern Agni an. Ein mit Liebe zubereitetes Essen, das in einer schönen und ruhigen Atmosphäre genossen wird macht glücklich und zufrieden. So kann das Essen zu einem kleinen Liebesbeweis für das Selbst werden und Selbstliebe ist Heilung pur!

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