Yoga Wiki über Agnihotra

Was ist Agnihotra?

Agnihotra ist ein tägliches Ritual. Ein Feueropfer. Agnihotra ist damit eine spezielle Form der Yajna, der Feuerrituale. Es wird besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang praktiziert. Dem Ritual Agnihotra wird eine reinigende Wirkung  für den Menschen und die Umwelt nachgesagt. Auch kann das Ritual alle Lebewesen und ihre Umgebung aufladen.

Agnihotra als Ritual findet erstmals Erwähnung in den Veden und wird derzeitig von rund 15.000 Menschen in Deutschland regelmäßig praktiziert. Es wird unter zahlreichen Feuerritualen mit ihren Wirkungen in den Schriften erwähnt. „Heile die Atmosphäre und die geheilte Atmosphäre heilt Dich.“

Wie Du Agnihotra machen kannst

Die Ausführung von Agnihotra wurde für unsere Zeit so angepasst, dass es jeder schnell erlernen kann. Die Mittel, die man dafür benötigt, sind leicht zu erhalten. So kannst Du jeden Morgen bei Sonnenaufgang und abends mit Sonnenuntergang für Agnihotra ein kleines Feuer, Agni, entfachen. Die feuerfeste, pyramidenförmige Schale, in der Agnihotra gemacht wird, kannst Du überall hin transportieren. Noch mächtiger wirkt Agnihotra jedoch, wenn Du einen festen Platz für die Schale hast. Ähnlich wie bei einem Altar sammelt sich an diesem Platz Energie. Auch bei Yoga Vidya Bad Meinberg gibt es gelegentlich Agnihotra Schalen im Shop. Als Brennstoff dient getrockneter Kuhdung, der zur genauen Minute des Sonnenauf- bzw. untergangs mit Ghee und Reis angereichert und angezündet wird. Der Reis gilt hierbei als Symbol für Reinheit und Fülle. Wenn Du Agnihotra vegan durchführen möchtest, kannst Du alternativ zum Ghee auch Kokosöl verwenden. Manche Menschen sammeln und trocknen Kuhdung aus ihrer eigenen Region für Agnihotra.

Ein Mantra, in Sanskrit rezitiert, begleitet das Ritual und unterstützt dessen Wirkungen. Deshalb wird Agnihotra als Reinigungsritual bezeichnet. Agnihotra reinigt nachweisbar die Atmosphäre. Es wurden nach Agnihotra Veränderungen der Bioenergien gemessen.

Vorteile und Wirkungen von Agnihotra

Die übrig gebliebene Asche von Agnihotra kann man sich auf die Stirn auftragen oder in kleinen Mengen als Nahrungsergänzung zu sich nehmen. Der verbrannte Kuhdung enthält einen dem Penicillin ähnlichen Stoff, der desinfizierend wirkt und welcher das Immunsystem stärken kann. Agnihotra Asche soll sogar gegen Depressionen wirken, da sie die Produktion von Serotonin anregt. Die Asche von Agnihotra dient ebenso als Dünger. Bei Düngung von Nutzpflanzen mit Agnihotra Asche wurden Wachstumsschübe und mehr Ertrag erzielt. Teilweise heißt es, dass die Qualität von Gemüse, wenn es mit Agnihotra Asche gedüngt wurde, noch über der Demeter-Qualität steht. Der Homa-Hof in Heiligenberg gibt hierzu Erfahrungswerte und wissenschaftliche Studien heraus.

Selbst durch Umweltverschmutzung veränderte Elemente wie auch radioaktive Strahlungen werden positiv beeinflusst. Die Atmosphäre wird neu strukturiert, umgewandelt und harmonisiert.  Durch Agnihotra gesäubert Luft und eine reine Atmosphäre haben einen direkten Effekt auf die Stimmung. Positives Denken und Fühlen fallen nun wesentlich leichter. Ebenso erfasst die Wirkung auf die Atmosphäre durch Agnihotra den Energiekörper des Menschen, so dass den Praktizierenden ein verstärktes Prana zur Verfügung steht.  Menschen verlieren durch Agnihotra Beschwerden, wie Nacken- oder Kopfschmerzen. Eine angenehme Gemütsruhe und innere Stabilität stellt sich ein. Das Agnihotra Ritual eignet sich besonders für angespannte und energiebedürftige Menschen. In Kombination mit einer regelmäßigen Yogapraxis, wie Asana, Pranayama und Meditation, wird die Entspannung besonders wirkungsvoll. (scg)