Der Königsweg zur Gelassenheit – 139 Nimm Kritik an – 14. Minimax Gelassenheits-Tipp für den Alltag

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Menschen ist es ein Bedürfnis, anderen zu helfen, sich zu verbessern, zu wachsen. Daher äußern sie Kritik. Sie tun das meistens, um dir zu helfen – nicht um dich anzugreifen. Nehme das als solches an. Wenn dich jemand kritisiert, dann nimm die Kritik an. Rechtfertige dich nicht. Verteidige dich nicht. Danke für die Kritik, egal, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht: Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Drücke dein Bedauern aus: „Es tut mir leid, dass unser Produkt nicht Ihren Vorstellungen entsprochen hat“. „Es tut mir leid, dass das Hotel das ich für uns ausgesucht hatte, für dich nicht so romantisch ist, wie du es für unseren ersten Urlaub erhofft hast“. Kritik kann sein: Berechtigt, unberechtigt, irrelevant. Falls die Kritik berechtigt ist, bitte auch um Entschuldigung. Ist die Kritik berechtigt, gibt es wieder zwei Möglichkeiten: Du kannst etwas daran ändern, oder du kannst es nicht. Wenn du etwas ändern kannst, dann gelobe Besserung. Wenn du dir nicht sicher bist, frage nach: „Ich würde da gerne etwas ändern. Könntest du mir noch ein paar mehr Details sagen?“. Übe das. Mit Kritik umzugehen, ist eine große Kunst – eine wichtige, eine oft unterschätzte Kunst. Grundlage ist die Annahme: Jeder meint es erst mal gut mit dir. Und: Du kannst von den Hinweisen anderer lernen. Ja, es gibt auch Menschen, die hinterlistig sind, dir eine rein hauen wollen etc. Und auch hier gilt: Wenn du so tust, als ob du sie ernst nimmst, entwaffnest du sie. Wenn du freundlich bist, dankst, hast du schon gewonnen. Angenommen, du wirst in einer Teamsitzung unterbrochen von jemandem, der dich auf dem Kieker hat und nicht dein Vorgesetzter ist, dann sage einfach: „Danke für den Einwand. Und ich möchte gleich fortfahren“. Du musst nicht auf den Einwand eingehen. Eventuell sage: „Danke für den Hinweis. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir nach der Sitzung etwas mehr dazu sagen. Ich werde zunächst fortfahren mit dem Tagesordnungspunkt, bei dem wir gerade sind.“ Lerne es, mit Kritik umzugehen. So wirst du wachsen. So wirst du gelassener sein können.

14. Minimax Gelassenheits-Tipp für den Alltag. 139. Folge des  Yoga Vidya Gelassenheits-Podcast von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya.

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Nimm Kritik an. Menschen ist es ein Bedürfnis, anderen zu helfen, um sich zu verbessern, zu wachsen, daher äußern sie Kritik. Sie tun das meistens, um dir zu helfen, nicht, um dich anzugreifen. Wenn sie meinen, du wärst nicht der Besserung fähig, würden sie ja nichts sagen. Menschen sagen etwas, um dir zu helfen. Nimm das als solches an. Wenn dich jemand kritisiert, dann nimm die Kritik an, rechtfertige dich nicht, verteidige dich nicht, danke für die Kritik. Egal, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht, egal, ob sie dir weiterhilft oder nicht, egal, ob du sie schon hundertmal gehört hast oder nicht: „Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.“ Drücke vielleicht dein Bedauern aus: „Es tut mir leid, dass unser Produkt nicht Ihren Vorstellungen entsprochen hat.“ Oder: „Es tut mir leid, dass das Hotel, das ich für uns ausgesucht habe, für dich nicht so romantisch ist, wie du es von unserem ersten gemeinsamen Urlaub erhofft hast.“ Gut, vielleicht mag das zu gestelzt klingen, aber du kannst ja dann auch noch was Romantisches anführen. Aber lerne es, mit Kritik umzugehen. Kritik kann berechtigt, unberechtigt, irrelevant sein. Falls die Kritik unberechtigt ist, danke trotzdem für die Kritik. Verteidige dich nicht, rechtfertige dich nicht, aber zeige auch keine unangemessene Zerknirschung. Sage einfach: „Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Es tut mir leid, dass das nicht deinen Vorstellungen entsprochen hat.“ Falls die Kritik berechtigt ist, bitte auch um Entschuldigung. Ist die Kritik berechtigt, gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Also, ich will auch damit sagen, wenn die Kritik nicht berechtigt ist, dann musst du nicht um Entschuldigung bitten. Du kannst ja sagen, dass dir etwas leid tut, aber du sagst nicht: „Ich bitte um Entschuldigung.“ Wenn der andere nicht Recht hat. Ist aber die Kritik berechtigt, bitte erst mal um Entschuldigung. Dann gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Du kannst etwas daran ändern oder du kannst es nicht. Wenn du etwas ändern kannst, dann gelobe Besserung. Wenn du dir nicht sicher bist, frage nach. „Ich würde da gerne etwas ändern. Könntest du mir noch ein paar mehr Details sagen?“ Übe das. Mit Kritik umzugehen, ist eine große Kunst, eine wichtige, eine oft unterschätzte Kunst, eine wichtige Grundlage für Gelassenheit im Alltag. Grundlage ist die Annahme, jeder meint es erst mal gut mit dir und du kannst von den Hinweisen anderer lernen. Ja, es gibt auch Menschen, die hinterlistig sind, die einem eine reinhauen wollen usw. Und auch hier gilt, wenn du so tust als ob du sie erstnimmst, entwaffnest du sie. Wenn du freundlich bist, dankst, hast du schon gewonnen. Angenommen, du wirst in einer Teamsitzung unterbrochen von jemandem, der dich auf dem Kieker hat und nicht dein Vorgesetzter ist, dann sage einfach: „Danke für den Einwand. Und ich möchte gleich fortfahren.“ Du musst nicht auf den Einwand eingehen. Evtl. sage: „Danke für den Hinweis. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir nach der Sitzung etwas mehr dazu sagen. Ich werde zunächst fortfahren mit dem Tagesordnungspunkt, bei dem wir gerade sind.“ Lerne es, mit Kritik konstruktiv umzugehen, so wirst du wachsen, so wirst du gelassener sein können. Übe das die nächsten Tage. Schaue, wenn Menschen dich kritisieren, wie du damit bisher umgehst und schaue, wie du vielleicht besser umgehst. Kurz und prägnant, das ist alles, was es braucht. Und so wirst du Schritt für Schritt wachsen, Schritt für Schritt lernen, freundlich zu sein mit anderen Menschen, egal, wie sie zu dir sprechen.

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