Mahasamadhi von Swami Sivananda am 14. Juli

Am 14. Juli feiern wir bei Yoga Vidya jährlich den Mahasamadhi von Swami Sivananda, dem Meister unserer Tradition. Mahasamadhi beschreibt den Tod eines Menschen, der bereits zu Lebzeiten die spirituelle Einheit mit Gott und dem ganzen Universum verwirklicht hat. Durch das Ablegen des physischen Körpers löst er sich endgültig von der Welt und geht in Samadhi, dem Göttlichen auf.

Das helle Licht einer Kerze hört niemals auf zu scheinen, sobald eine weitere Kerze an ihrer Flamme angezündet wurde. Sie selbst kann verlöschen, aber sie brennt bereits hell an einer anderen Kerze durch einen anderen Docht — das selbe Licht.

– Swami Chidananda

Das Leben von Swami Sivananda

Swami Sivananda wurde am 8. September 1887 als Sohn einer orthodoxen Brahmanenfamilie in Südindien geboren und erhielt den Namen Kuppuswami. Bereits in jungem Alter diente er selbstlos und tat alles dafür anderen Menschen zu helfen. So verteilte er schon als Kind Essen an Bedürftige und leitete bereits mit Anfang zwanzig eine Klinik in Malaysia, wo er Kranke kostenlos behandelte.

Nach einiger Zeit als Arzt und der Konfrontation mit dem Leiden der Menschen fragte er sich jedoch, ob es nicht einen Ausweg gäbe aus diesem ewigen Kreislauf zwischen Freude und Schmerz. Auf der Suche nach einer Antwort gab er sein privilegiertes Leben in Malaysia auf und kehrte nach Indien zurück.

Dort begab er sich auf lange Pilgerwanderungen und übte sich in vielen spirituellen Praktiken. Schließlich ließ er sich in Rishikesh nieder, wo aus dem Nichts ein Ashram um ihn herum entstand. Spirituelle Aspiranten waren so angetan von seiner Ausstrahlung, dass alles wie von selbst passierte. Von da an lehrte er den integralen Yoga und gab sein Wissen und seine Liebe an jeden weiter, der zu ihm kam.

Die letzten Worte, die Swami Sivananda seinen Schülern von seinem Sterbebett aus mitteilte, waren:

Glück kommt, wenn das Individuum in Gott aufgeht.

Swami Sivananda

Samadhi und Mahasamadhi

Mahasamadhi ist der Tod eines Meisters, das vollständige Aufgehen des Meisters in Samadhi. Mahasamadhi heißt, dass der Yogi, der bereits Nirvikalpa Samadhi erreicht und die Einheit jenseits aller Dualität dauerhaft verwirklicht hat, seinen Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt bewusst und mit Absicht verlässt. Zu diesem Zeitpunkt verlöscht sein Karma. Mahasamadhi ist die endgültige Vereinigung mit dem Absoluten. Der Meister bleibt dabei auch über seinen Tod hinaus in den Herzen seiner Schüler lebendig.

Samadhi ist die höchste Stufe des achtgliedrigen Raja-Yoga, wie er im Yoga-Sutra von Patanjali beschrieben wird. Als Samadhi bezeichnen Yogis einen Zustand von Überbewusstheit, in den man durch geeignete spirituelle Praxis eingehen kann. Swami Sivananda praktizierte dies u.a. mittels konzentrierter Askese und Meditation.

Mahasamadhi ist das endgültige Eingehen eines Menschen ins Überbewusstsein. Der Meister verlässt endgültig seinen Körper und damit seine Existenz in der physischen Welt. Trotzdem ist das ein Grund zu feiern, sich an die Werke, das irdische Leben und die inspirierende Kraft des Meisters zu erinnern.

Feiere mit uns!

Du bist herzlich dazu eingeladen, an diesem besonderen Tag in eines unserer Ashrams zu kommen und den Mahasamadhi von Swami Sivananda mit uns zu feiern. Doch wo auch immer du bist, kannst du dich an diesem Tag ganz besonders auf Swami Sivananda einstimmen und dich für seinen Segen öffnen.

Im Bad Meinberg Ashram werden wir von 8:00 – 20:00 Uhr im Hanuman Raum Om Namo Bhagavate Sivanandaya singen – alle sind herzlich dazu eingeladen mitzusingen (auch von Zuhause aus). Am Abend wird nach dem Satsang ab 20:45 Uhr eine große Sivananda Puja zelebriert. Sei dabei und spüre den Segen unseres Meisters!

Om Shanti

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Swami Sivananda

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