Vegan Kochen: 7 Alternativen zum Kochen mit tierischen Produkten

Vegan Kochen: Paneer

Kochst du auch so gerne? Vor allem jetzt im Herbst und natürlich auch zur Weihnachtszeit kann es schön sein, für Freunde, Familie und auch für sich selbst etwas richtig Leckeres zu kochen. Vielleicht kennst du schon die ein oder andere Alternative, um ohne tierische Produkte zu kochen. Vegan kochen ist nicht nur tier-, sondern auch umwelt- und klimafreundlich.

Wir zeigen dir einige Alternativen zu tierischen Produkten, damit du nicht auf deine Lieblingsrezepte verzichten musst, sondern sie ganz einfach veganisieren kannst.

1. Pflanzendrinks, Säfte & Margarine

Kokosmilch und andere Pflanzendrinks können natürlich problemlos Kuhmilch ersetzen. Pflanzendrinks kannst du auch super selbst herstellen. Auch Sahne lässt sich so selber machen – halbiere dazu einfach den Wasseranteil bei der Herstellung. Butter lässt sich einfach durch Margarine und/oder Öl ersetzen.

Wenn du experimentierfreudig bist, probiere es doch auch einmal aus, den Milchanteil durch Säfte zu ersetzen. Das schmeckt nicht nur bei Pudding richtig gut.

2. Eier – wer braucht schon Eier?

Was für ein Glück, dass die heiß geliebte Mayonnaise sich auch ohne Probleme in einer veganen Variante ohne Eier zubereiten lässt… Auch für die Bindung bei deftigen Kuchen, Quiche, Aufläufen und Co. gibt es viele Alternativen. Hier machen sich Johannisbrotkernmehl oder Leinsamen besonders gut.

Anstelle von einem Ei wird ein gehäufter Teelöffel Johannisbrotkernmehl mit den trockenen Zutaten des Kuchens vermengt und zu den flüssigen Zutaten zusätzlich 40ml Wasser oder Pflanzendrink gegeben. Wenn du 20g geschrotete Leinsamen in 50ml lauwarmem Wasser quellen lässt, kannst du damit ebenfalls ein Ei ersetzen.

Auch auf Ei-Gerichte wie Rührei muss niemand verzichten, denn sogar dafür gibt es eine vegane Alternative: Tofu Scramble: das vegane “Rührei”.

3. Alleskönner Tofu

Nicht nur das super leckere Tofu Scramble lässt sich aus diesem vielseitigen Nahrungsmittel zaubern. In getrockneter Form als Granulat, Geschnetzeltes oder in größeren Stücke kannst du Tofu beispielsweise als veganes “Hack” für vegane Bolognese-Soße oder Lasagne sowie für Gulasch, Frikassee und Ähnlichem verwenden. Für etwas Inspiration, schau dir doch unsere leckeren Rezepte mit Tofu an.

5. Besonders lecker: Paneer oder Seidentofu

Die asiatische Küche und ganz besonders auch die indische Küche halten viele tolle vegane oder vegetarische Rezepte bereit. Eine besondere Leckerei der indischen Küche ist Paneer: ein Frischkäse, der sich ohne viel Aufwand selbst herstellen lässt.

Für ca. 100g Paneer brauchst du nur 1l Sojamilch und 8 EL Zitronensaft.

Vegan Kochen: Paneer
  • Bringe die Flüssigkeit in einem großen Topf zum Kochen. Bereite in der Zeit am besten schon ein Sieb vor, welches du zusätzlich mit einem Leinen- oder Baumwolltuch auslegst.
  • Kurz bevor die Milch hochsteigt, gib den Zitronensaft hinzu. Die Milch wird dann sofort flocken.
  • Lasse das Ganze für 10-15 Minuten stehen.
  • Gieße alles in das Sieb ab und spüle noch mit etwas kaltem Wasser nach.
  • Drücke mit Hilfe des Tuches die Flüssigkeit aus der Masse heraus. Mit Gewichten und genug Zeit (zum Beispiel über Nacht) wird der Paneer fester in seiner Konsistenz.

Veganer Paneer ist gewissermaßen nichts anderes als Seidentofu. Die Rezepte sind quasi identisch. Seidentofu, der im Handel ziemlich teuer ist, kann also ganz einfach und kostengünstig selbst gemacht werden.

Paneer bzw. Seidentofu stockt beim Erhitzen ähnlich wie Ei und eignet sich daher ebenfalls als Ei- und auch Sahne-Ersatz. Um die 80g pürierter Paneer bzw. Seidentofu ersetzen ein Ei.

6. Günstig & einfach: Seitan

Für alle, die Soja nicht vertragen oder die Zutaten nicht zur Hand haben, gibt es noch Seitan – diese Fleisch-Alternative besteht nur aus Wasser und Weizenmehl, was meist jeder vorrätig hat. Aus 1kg Mehl kannst du ungefähr 250g Seitan herstellen:

  • Vermenge das Mehl mit 750ml Wasser in einer großen Schüssel zu einem glatten Teig.
  • Füge optional schon Gewürze hinzu.
  • Lass den Teig für mehrere Stunden (am besten über Nacht) zugedeckt ruhen.
  • Fülle die Schüssel mit 1-2 Litern klarem Wasser
  • Knete den Teigklumpen in dem Wasser, um die Stärke herauszuwaschen.
  • Wechsle das Wasser nach ein paar Minuten und wiederhole den Vorgang, bis das Wasser nicht mehr milchig wird.

Die Seitan-Grundmasse ist dann fertig. Du kannst die Masse auch über Nacht marinieren, für eine weiche Konsistenz in kleinere Stücke schneiden und kochen oder für eine festere und fleischähnliche Konsistenz in größeren Portionen dämpfen und gegebenenfalls anbraten.

7. Gemüse mit Gemüse & Gemüse

Eine sehr gute und gesunde Alternative zu Beilagen aus tierischen Produkten ist und bleibt Gemüse. Sättigend und abwechslungsreich ist zum Beispiel das Panieren von Gemüse. Nicht nur beim Gemüse selbst hast du eine große Auswahl – auch Panaden gibt es viele: klassische Panade, besonders knusprig mit Kornflakes, indisches Pakora mit Kichererbsenmehl und Gewürzen oder auch Backteig.

Gemüse wie Sellerie, Kürbis oder Kohlrabi lassen sich besonders gut zu “Schnitzeln” verarbeiten und die berühmte Jackfrucht stellt auch eine wunderbare Alternative dar.

Auch aus Samen und Hülsenfrüchten lassen sich viele Leckereien zaubern. Vom festlichen Nuss- oder Linsenbraten über Aufstriche, vegane Käsesoße aus Cashewkernen und Linsen-Bolognese. Samen und Hülsenfrüchte stellen eine besonders gesunde und nährstoffreiche Fleisch-Alternative da.

Karotten eignen sich übrigens sehr gut als Wurst-Ersatz für beispielsweise Currywurst. Darüber hinaus kannst du aus ihnen auch “veganen Karotten-Lachs” herstellen. Dazu brauchst du die Karotten nur (entweder am Stück oder in feinen Streifen) garen und dann – am besten über Nacht – in einer Marinade aus Leinöl, Sojasoße, Zitronensaft, Flüssigrauch und etwas Algen für den Räucher- und Fischgeschmack ziehen lassen.

Vegan Kochen: Paneer

Es gibt so viele leckere Rezepte, die – auch ohne etwas ersetzen zu müssen – vegan sind. Und all jene, die es nicht sind, kannst du mit ein paar Tipps und Tricks abwandeln. Unsere Liste ist bestimmt noch nicht vollständig. Hast du noch gute Ideen? Teile uns gerne deine Erfahrungen mit oder poste deine veganen Lieblingsrezepte in die Kommentare.

Vegan kochen heißt eben oft auch: Experimentieren!

Viel Spaß beim Ausprobieren!


Du backst gerne und möchtest mehr darüber erfahren, wie du deine Lieblingskuchen und Torten ganz einfach vegan zubereiten kannst? Dann lies unseren Artikel zum veganen B