Navaratri-Asanas – Die Kraft der Devis

Navaratri-Asanas - Lakshmyasana

Stark wie Durga, lieblich wie Lakshmi und weise wie Saraswati. In den Navaratri-Asanas wohnt die Energie der Devi und all ihrer Gestalten. Für eine göttliche Yogapraxis zum Navaratri Fest, der großen Feier von Weiblichkeit, der Shakti Power des Universums.

Navaratri-Asanas: Ein spiritueller Zyklus

Die 10 Tage von Navaratri sind ein ganz eigener Zyklus aus spiritueller und persönlicher Entwicklung. Viele Yoginis und Yogis nutzen das Fest der großen Göttin deswegen zu intensiver spiritueller Praxis. Auch mit Asanas kann man so richtig gut in den Navaratri-Flow kommen.

Schnell mal eben im Yogawiki nachgeschlagen, findet sich dort eine Liste von Devi-Asanas, welche ich den einzelnen Phasen von Navaratri zugeordnet habe. Nutze also die Gelegenheit, beim Üben der Navaratri-Asanas nicht nur auf ein korrektes körperliches Alignment zu achten, sondern dich auch innerlich auf die Qualitäten der Göttinnen auszurichten.

1. Navaratri-Asanas im Zeichen des Wandels

Die 1. Phase des Navaratri Zyklus dauert von Tag 1-3 und steht dabei ganz im Zeichen von innerer Reinigung, Wandel und Veränderung. Die große Devi manifestiert sich dabei insbesondere in den Gestalten der dunklen Kali, der großartigen Durga und der lieblichen Parvati.

Kalyasana – Stark und mächtig

Kalyasana mit ausgestreckter Zunge

Älter werden, Trennungen, Erkrankungen – Kali bedeutet auch, sich diesen dunkeln Kapiteln unseres Lebens zuzuwenden, sie radikal anzunehmen.

Bewegungslos und meditativ üben

  • Öffne deine Füße großzügig zur Seite, sodass die Oberschenkel ungefähr parallel zum Boden verlaufen.
  • Richte deine Zehen nach außen.
  • Dann hebe die Arme seitlich an wie ein Kaktus, die Handflächen nach vorne geöffnet.
  • Atme so fest im Ujjayi-Atem.
  • Variation: Strecke die Zunge heraus und rufe einmal ganz laut “HA”.

Durgasana – Felsenfest und nährend

Durgasana

Durga wird auch die “Unbezwingbare” genannt. Ähnlich wie Kali ist sie stark und kämpferisch, verbindet diese Strenge aber mit einer unendlich großen und liebevollen Mütterlichkeit.

Durgasana üben

  • Öffne deine Füße großzügig zur Seite, Oberschenkel parallel zum Boden.
  • Richte deine Zehen nach Außen.
  • Führe dann mit der Einatmung deine Arme nach oben mit den Handflächen zueinander.
  • Mit der Ausatmung senke die Hände vor die Brust ins Anjali-Mudra.

Parvatyasana – Anmutig und lichtvoll

Paryatyasana

Anders als Kali und Durga strahlt Parvati unbedingte Sanftheit aus. Sie steht für die Einsicht, dass uns jeder Wandel auch nährt.

Parvatyasana üben

  • Recke deine rechte Ferse senkrecht in die Höhe
  • Lege das linke Bein auf den Oberschenkel des rechten Beines ab.
  • Nach einigen tiefen Atemzügen wiederholst du auf der anderen Seite.
  • Fortgeschrittene: Wer sich gut halten kann, gibt zusätzlich die Hände ins Anjali-Mudra.

2. Navaratri-Asanas der Fülle

Tag 4-6 von Navaratri stehen im Stern der Göttin Lakshmi. Dazu passen Navaratri-Asanas, wie Lakshmyasana selbst, aber auch die geheimnisvolle Gopyasana sowie die naturverbundene Sitasana.

Lakshmyasana – Empfange innere Schätze

Navaratri-Asanas - Lakshmyasana

Lakshmi schenkt uns Fülle, Schönheit und Reichtum in allen Aspekten unseres Lebens.

Lakshmyasana üben

  • Setze dich gerade hin und bringe die Fußsohlen zusammen.
  • Fächere dann die Zehen und Fußballen auseinander.
  • Verschränke anschließend deine Hände und lege deine Füße in diese Schale.
  • Ziehe die Fersen dabei möglichst nahe Richtung Becken.

Gopyasana – Der geheime Meditationssitz

Navaratri-Asanas - Gopyasana

Wie niemand sonst lehren die Gopis tiefes Vertrauen und große Hingabe. Gopyasana gilt als Variation des altbekannten Meditationssitzes.

Gopyasana üben

  • Setze dich auf den Boden und stelle deine Füße vor dir auf.
  • Greife dann mit deinen Armen von Außen zwischen die Beine.
  • Lege die Hände auf den Boden zwischen die Füße.

Sitasana – Die Göttin der Erde

Navaratri-Asanas - Sitasana

Die geerdete und ruhige Sita symbolisiert die Liebe zur Natur, Tugendhaftigkeit und Wahrheitsliebe. Gleichzeitig bringt sie überall, wo sie hingeht Freude und Leichtigkeit mit.

Sitasana üben

  • Setze dich auf den Boden in den Schneidersitz.
  • Gebe dann die Füße so zusammen, so dass sich die Fersen berühren und die Zehen nach außen gehen.
  • Schieb das Brustbein nach vorne und lege die Unterarme unterhalb der Knie ab. Die Handflächen weisen nach vorne.

3. Navaratri-Asana der Weisheit

Last but not least: Saraswati ist die Schirmherrin der letzten Phase von Navaratri, die mit dem 7 Tag beginnt und dem 9 Tag endet. Sarasvatai Asana ist eine sanfte Vorwärtsbeuge, mit der wir uns ehrfurchtsvoll der Erkenntnisse des Navaratri Festes hingeben.

Sarasvatai Asana – Gruß an deine Intuition

Saraswati-Asana

Saraswati steht für tiefe Einsichten, Erkenntnisse, Weisheit und die Liebe zum Lernen. Eine Verneigung vor deiner inneren Intuition.

So übst du Sarasvatai Asana

  • Du befindest dich im Langsitz.
  • Ausatmend beugst du dich aus der Hüfte nach vorne und umschließt mit den Händen deine Zehen.
  • Nacken und Rücken dürfen sich hier gerne sanft runden.

Navaratri-Asanas: Hatha Yoga mit Yoga-Bhakti


Navaratri im Ashram verbringen

In der Zeit von Navaratri wird die göttliche Mutter verehrt – neun Nächte und 10 Tage, in denen du deine spirituelle Praxis in den Yoga Vidya Ashrams ganz auf die Tugenden der Devis ausrichten kannst.

Im Yoga Vidya Ashram in Bad Meinberg hast du die Möglichkeit, in der einzigartigen Atmosphäre eines Yoga Ashrams zu dir selbst zu finden. Ein Ashram ist traditionell eine Zuflucht für die Yogapraxis, in der du deine Spiritualität entdecken, erleben und vertiefen kannst.

Ein Ashram ist außerdem auch ein Ort, an dem du Gleichgesinnte treffen kannst – andere Menschen, die sich auch tiefe Sinnfragen stellen und eine Sehnsucht nach etwas in sich spüren, das man nur schwer in Worte fassen kann. Und wie auch immer die Fragen in dir aussehen: Bei uns kannst du den nächsten Schritt auf deinem Weg gehen – auch wenn es der erste Schritt ist.

Gerade der Bad Mein