Prioritäten setzen – Das machen, was wirklich zählt

Wir sind immer mit etwas beschäftigt und jede Sache hat ihrer eigene Priorität. Wie setzen wir unsere Prioritäten denn eigentlich? Wie viel Zeit – die wir für Selbstfürsorge und spiritueller Praxis nutzen könnten – vergeuden wir mit Nichtigkeiten?

Mithilfe des Eisenhower-Prinzips lässt sich das Setzen von Prioritäten erleichtern, indem man seine Pflichten, Vorhaben und Aufgaben sinnvoll organisiert.

Was ist jetzt wichtig? Was ist überhaupt wichtig?

Es gibt in der Eisenhower-Methode oder dem Eisenhower-Prinzip, das nach dem US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower benannt ist, vier Kategorien, in welche Aufgaben und Vorhaben nicht nur nach ihrer Wichtigkeit, sondern auch nach ihrer Dringlichkeit sortiert werden:

  1. Wichtig, dringend
  2. Nicht-wichtig, dringend
  3. Nicht-wichtige, nicht-dringende
  4. Wichtige, nicht-dringende

1. Zu den wichtigen und dringenden Dingen zählen Aufgaben und Pflichten, die man nicht verschieben kann, wie z.B. Arbeit oder Ausbildung. Auch Situationen, in denen man schnell agieren muss gehören dazu sowie Probleme, um die man sich sofort kümmern muss.

2. Nicht wichtige, dringende Dinge kann man meist auch nicht verschieben, dafür aber ablehnen, oder auch abgeben. Zum Beispiel wenn ein Bekannter dich um deine Gesellschaft im Kino oder bei einer Party bittet, oder wenn ein Klassentreffen für Abgänger deines Jahrgangs stattfindet und du eingeladen wirst – das sind dringende Dinge, aber keine Pflichten.

3. Nicht wichtige und nicht dringende Dinge sind beispielsweise:

  • soziale Netzwerke
  • Chats
  • unnützes Geschwätz
  • Computerspiele/Konsolen
  • Klatsch & Tratsch
  • Fernsehsendungen & Filme
  • Zeitungen
  • Bummeln usw.

Und oft erst, wenn es draußen ein Unwetter gibt, die Elektrizität ausfällt, das Datenvolumen erschöpft ist und alle Freunde nicht erreichbar sind, dann fangen wir mit wichtigen, nicht dringenden Dingen an.

4. Wichtige und nicht dringende Dinge sind genau die Dinge, welche dir einen langfristigen Gewinn und Nutzen bringen. Aus diesen kannst du Glück, Zufriedenheit und Selbstverwirklichung gewinnen. Dazu gehören:

  • Selbstfürsorge
  • Meditation
  • Asanas
  • Pranayama
  • Mantras
  • Sport
  • Lebensplanung
  • Erhaltung/Pflege von Beziehungen

Prioritäten: Fokussiere dich auf das wirklich Wichtige

Die meisten Menschen arbeiten normalerweise ihre Prioritäten von oben nach unten ab. Wir alle beginnen unweigerlich mit den wichtigen und dringenden Dingen (1): gehen zur Arbeit, oder die Schule und erledigen andere wichtige und dringende Pflichten.

Danach nutzen wir unsere Zeit für nicht wichtige, dringende Dinge (2): wir treffen uns mit Freunden, helfen Verwandten, oder Ähnliches – jedenfalls bringen diese Aktivitäten uns in vielen Fällen persönlich nicht weiter. Wenn dann noch Zeit bleibt, sind viele in sozialen Netzwerken unterwegs, andere lassen sich von Film und Fernsehen berieseln und schlagen so ihre Zeit – mit nicht wichtigen und nicht dringenden Sachen (3) – komplett tot.

Und oft erst, wenn es draußen ein Unwetter gibt, die Elektrizität ausfällt, das Datenvolumen erschöpft ist und alle Freunde nicht erreichbar sind, dann fangen wir mit wichtigen, nicht dringenden Dingen (4) an.

So ist es ein langsamer und mühseliger Weg zu Glück und Selbstverwirklichung, denn es bleibt bei vielen Menschen keine, oder nur ein Bruchteil der Zeit für wirklich wichtige Dinge.

Dabei handelt es sich jedoch um ein selbst erwähltes Schicksal, denn wie wir alle wissen: Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.

Sich mit seiner Lebensplanung zu beschäftigen, Neues zu lernen, kreativ zu sein, Yoga zu praktizieren, Beziehungen zu pflegen – dafür muss man sich eben auch genügend Zeit nehmen.

Wie setzen erfolgreiche Menschen Prioritäten?

Erfolgreiche Menschen sortieren ihre Aufgaben nach Wichtigkeit und gliedern ihr Vorgehen folgendermaßen: Zuerst werden 1. wichtige, dringende und danach 4. wichtige, nicht dringende Dinge erledigt. Erst danach kommt alles andere, falls überhaupt noch Zeit dafür bleibt bzw. genommen wird.

Die wichtigen und nicht dringenden Dinge sind die, die die Seele nähren. Sie tragen zum persönlichen und sprituellen Wachstum bei und führen zu Glück und Selbstverwirklichung.

Das sind oftmals die Dinge, die man immer wieder aufschiebt, wenn man den Kampf gegen den inneren Schweinehund verliert. Doch auch das ist okay – das Spektrum ist immerhin groß genug und so findet sich immer etwas Sinnvolles; etwas, was die Seele nährt.

Zu wichtigen und nicht dringenden Dingen gehören nämlich auch kreative und schaffende Tätigkeiten wie Musizieren, Malen, Zeichnen oder Schreiben, der Aufbau einer Selbständigkeit oder auch die Kommunikation mit deinem Umfeld. Ebenso das Lesen von nützlichen Büchern, das Erlernen neuer Fähigkeiten und das Festigen, oder Ausbauen vorhandener Fähigkeiten gehören dazu.

Frage dich selbst: Worauf kommt es wirklich an?

Mach dir bewusst, worauf es dir in deinem Leben wirklich ankommt. Was liegt dir am Herzen? Schaff mehr Platz für all das, egal ob dringend, oder nicht dringend. Wende deine Zeit nicht mehr für Unwichtiges und Belangloses auf, sondern für die wichtigen Dinge im Leben.

Wenn du die wichtigen Dinge zu deiner Priorität machst, dann kommst du schnell auf die Erfolgsspur: Richtung Glück, Harmonie und Selbstverwirklichung.

Seminare

Wenn dein Leben von negativen Glaubenssätzen und Gedankenmustern bestimmt wird, wenn es deiner Konzentration an Kraft mangelt, dann solltest du Raja Yoga praktizieren, einen der sechs Yogawege, den Königsweg, den Weg der Geistesbeherrschung:

0 Kommentare zu “Prioritäten setzen – Das machen, was wirklich zählt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.