Ayurveda – „Zungenschaben“ und „Ölziehen“

Veröffentlicht am 13.01.2015, 17:00 Uhr von in Ayurveda

_olroseNach ayurvedischer Auffassung ist unsere Zunge eine Verlängerung vom Magen-Darm-Trakt und zugleich Reflexzone auf unsere Verdauung.
Zur täglichen morgendlichen Tagesroutine empfiehlt Ayurveda das „Zungenschaben„. Als Besteck eignet sich ein Esslöffel oder ein spezieller Zungenschaber aus Metall (im Ayurveda- oder Yoga-Shop erhältlich). Diesen setzte man so weit wie möglich am hinteren Zungenende an und ziehe ihn mehrmals zur Zungenspitze hin. Die Zunge wird auf diese Weise großflächig von Belag befreit, die Geschmackswahrnehmung verbessert sich und der Darm wird reflektorisch in seiner Entgiftung angeregt. Idealerweise folgt auf das „Zungenschaben“ das „Ölziehen“. Ein Esslöffel Sesamöl 5-10min im Mund behalten und alle 30 Sekunden durch die Zähne „ziehen“. Das Öl zieht Giftstoffe aus dem Mundraum, beseitigt kariesverursachende Säuren, nährt das Zahnfleisch und beugt so Zahnfleischentzündung, Zahnfleischrückbildung und Mundgeruch vor.

Zur therapeutischen Behandlung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen sollte statt Sesamöl „Arimedadi Thailam“ verwendet werden – 2 x täglich, jeweils morgens und abends vor dem Zähneputzen (generelle Reinfolge: Zungenschaben, Ölziehen, Zähneputzen). Das Öl enthält nach der Prozedur Toxine und sollte nicht geschluckt werden – stattdessen in den Restmüll oder Ölabscheider geben. Nach ayurvedischer Auffassung nährt das Öl bei regelmäßiger Anwendung auch die Gehirnnerven und wirkt verjüngend auf unseren Geist. „Zungenschaben“ und „Ölziehen“ sind ideale Anwendungen vor der Meditation.

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