Die Geschichte von Ganesha Chaturthi

Demnächst – zehn Tage nach Krishna Jayanti und drei Tage nach Swami Sivanandas Geburtstag – folgt schon wieder ein Tag, den die Inder zum Feiern und Sich-des-Lebens-freuen nutzen. Ganesha Chaturthi: Der Geburtstag von Ganesha. Das Göttliche hat im Hinduismus schließlich viele Gesichter. Und die wollen alle geachtet und im Leben gebührend gefeiert werden. Ganesha ist von diesen vielleicht eines der eindrucksvollsten, denn immerhin trägt er einen Elefantenkopf mit Rüssel auf seinem Menschenkörper.

Dazu wäre es vielleicht nie gekommen, hätte sein Vater Shiva im nicht in einem unbedachten Augenblick den Kopf abgehauen. Shiva hatte die reine weiße Gestalt vor seiner Haustür nämlich für einen Fremden gehalten, der ihm den Weg versperrren will. Schon war’s geschehen. Was blieb der großen Gottheit da noch übrig, als ihren Sohn mit einem geweihten Elefantenkopf wieder zum Leben zu erwecken. Ein tragisches Versehen, oder?

Oder eher ein Glücksfall des Schicksals. Denn Ganesha, der Sohn Shivas mit dem Elefantenkopf, ist seither derjenige, der alle Wege freischaufelt und die Bahnen des Schicksals für alle Vorhaben glättet. Und er ist außerdem die Verkörperung von Weisheit und Wonne, von Frieden, Harmonie und dem kosmischen Urklang OM. Es heißt, kein Plan und kein Projekt könne ohne Ganeshas Segen in die Tat umgesetzt werden.

Ganesha heißt darum auch Vinayaka oder Vigna Vinayaka. Übersetzt: „Der, der alle Hindernisse beseitigt.“ Diesen Aspekt des Göttlichen zu ehren, das kann nur von Vorteil sein. Mal sehen, welche zufälligen Türen Ganesha aufschlägt, wenn wir uns für den Wind des Schicksals öffnen.

Natürlich fällt Ganesha Chaturthi selbst auch auf eine Anfangszeit: Immer auf den vierten Tag nach Neumond im Frühherbst, dieses Jahr auf den 11. September. Wenn du dir selbst und den Neuafängen in deinem Leben etwas Gutes tun willst, dann kannst du an diesem Samstag frühmorgens ein paar (der sehr unterhaltsamen) Ganesha-Geschichten lesen und darüber meditieren. Anschließend nimm am besten ein genüssliche Bad, entspann dich, genieße die Wonne des Lebens und wende dich vielleicht mit einer Puja oder einem anderen Ritual an Ganesha. Opfere ihm Kokosnuss oder süßen Pudding. Den liebt der Elefantengott nämlich besonders.

Es heißt, man solle an diesem Tag nicht in den Mond schauen. Was so viel heißt wie: Meide einen Tag lang mal ganz bewusst den Kontakt zu Menschen, die deinen Glauben (an Gott, dich selbst oder deine Projekte und Träume) ständig in Frage stellen oder kritisieren. Widme dich völlig kritiklos deinen Visionen und Vorhaben und bitte die kosmische Kraft um ihren Segen. Auf dass der Elefantengott alle Hindernisse auf deinem Weg beseitige!

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3 Kommentare zu “Die Geschichte von Ganesha Chaturthi

  1. Om Liebe Dietlind,
    wunderbar!
    Vielen Dank.

    Om Liebe Grüße
    Rafaela

  2. Liebe Rafaela,

    Eine Anleitung für eine Ganesha Puja Zuhause habe ich leider nicht. Aber auf einer alten Yoga Vidya Seite habe ich diese Anleitung für eine guru puja gefunden: https://www.yoga-vidya.de/Yoga–Buch/GuruPuja/PadukaPuja.html

  3. Om Liebe Dietlind,
    wieder sehr inspirierend
    Könntest du uns eine Beschreibung für eine Puja für Zuhause schreiben, oder einen Link
    Dankeschön!

    Om Liebe Grüße
    Rafaela

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