Was bleibt, ist die Erinnerung….

… an Farben und Formen, Gerüche und Düfte, Licht und Schatten, Freude und Leid und immer wieder Swami Sivananda. Auch heute noch wollen ganz viele Menschen zu ihm und selbst die Tiere versuchen Zugang zu seinem Schrein zu bekommen. Es ist, als wäre er immer noch da und empfängt die Pilger von überall auf der Welt. Er spendet immer noch Trost, öffnet den Sucher für das Unbekannte, was auch immer das für den Einzelnen bedeuten mag.

Der Duft der Devi ist in der Nase hängen geblieben, ein Räucherwerk, das bezeichnenderweise diesen Namen trägt. Rishikesh und all die Orte, die wir besucht haben „rochen“ nach Devi, nach der Göttliche Mutter, die als Shakti für die Manifestation steht, für das, was die meisten Menschen als „Welt“ oder „Realität“ bezeichnen würden. Und so wurde die Devi nicht nur zu dem, was wir sehen konnten, sondern auch zu dem, was wir riechen konnten. Sie ist das, was wir mit den Sinnen wahrnehmen: die Rezitationen, die wir gehört haben, die Ganga, die wir gefühlt haben, die Gewürze, die wir geschmeckt haben, die Gerüche, die wir aufgenommen haben, die Formen, die wir gesehen haben.

Unser Auge wurde verwöhnt mit Farben, Götterbildern, Statuen von Tempelwächtern, aber auch von lebendigen Tempelwächtern in Form von Hunden. Im Sivananda Ashram gab es einen Hund, der ganz besonders aufgepasst hat, wer den Bereich vor dem Vishwanath Mandir betritt. Nichts konnte seinem wachen Auge entgehen. Wir haben aber auch Hunde mit Behinderung kennengelernt und wie schon beschrieben Rinder, die auf der Straße nach etwas Essbaren suchen. Und nicht zu vergessen sind die Affen, die hervorragend für sich zu sorgen wissen.

Hier geht es wahrscheinlich sehr stark auch darum, die anderen Sitten und Gebräuche zu akzeptieren und den Umgang, den sie mit bestimmten Dingen pflegen. Hilfe ist an bestimmten Stellen sicherlich angebracht. Sie kann aber nur im großen Stil wirklich eine Unterstützung sein. Der Sivananda Ashram in Rishikesh setzt sich mit Spendengeldern für unterschiedliche Projekte ein. Wo so viel Licht ist wie in Rishikesh ist natürlich auch viel Schatten zu sehen. Auffällig ist, dass die ärmsten Menschen das strahlendste Lächeln im Gesicht tragen…

Wir hatten die große Freude, Diwali im Sivananda Ashram in Rishikesh zu erleben, ein Fest der Lichter, das für uns mit Silvester vergleichbar ist. Auch in Rishikesh und im Ashram wird dann geböllert, was das Zeug hält. Überall im Ashram wurden kleine Ölgefäße aufgestellt mit einem brennenden Docht darin, so dass das Gelände, die Tempel und auch die Häuser und Treppenaufgänge damit geschmückt waren. Nicht nur die Swamis haben sich darüber wie kleine Kinder gefreut.

Und jetzt ist wohl auch der Augenblick gekommen, wenn ich den Swamis einen besonderen Dank aussprechen möchte für ihre Gastfreundschaft, ihre berührenden Vorträge, ihre Gebete, ihr Lächeln, ihr Strahlen, ihre kindliche Freude und nicht zuletzt für den wunderbaren Gesang und die Rituale. Bei Yoga Vidya wird der Gesang ja meistens von den zahlreich vertretenen Frauenstimmen beherrscht und deswegen war es ganz besonders schön, den männlichen Stimmen der Swamis zu lauschen und der Kraft, die dahinter steht. Danke! Danke! Danke! 108 Mal Danke!

 

Teil 1: „Good Morning Rishikesh“
Teil 2: „Rishikesh – Gurudev Kutir“
Teil 3: „Ist die Kuh den Indern noch heilig?“

Teil 4: „Arundhati und die sieben Rishis“
Teil 5: „Was bleibt, ist die Erinnerung…“

 

2 Kommentare zu “Was bleibt, ist die Erinnerung….

  1. Mahashakti

    Dieser Blog berührt mich sehr und bringt die Erinnerung an diese Reise zurück. Danke dafür.
    Mit dieser Reise ging ein Herzenswunsch in Erfüllung, Erfüllt bin ich noch, wenn ich an Liebe- volle Energie Swami’jis Geist, der überall zu spüren ist, denke.
    Es war eine wunderbare Gruppe, Danke Sitaram für deine Liebvolle Reisebegleitung.
    OM Shanti Mahashakti

  2. Ein wunderschöner Bericht. Danke liebe Mohini. Om Shanti Nirmala

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